Brauner Labrador spielt mit Frisbee auf der Wiese

|

24.07.2026

Matthias Block

Gründer von BARF-BOX & BARF-Experte

Matthias Block

Gründer von BARF-BOX & BARF-Experte

Matthias Block

Gründer von BARF-BOX & BARF-Experte

„Ich habe BARF-BOX gegründet, weil mein Hund Bobby starke Unverträglichkeiten hatte – heute weiß ich, wie wichtig eine wirklich passende Ernährung ist.“

Entwickelt seit 2017 bedarfsgerechte Barf-Menüs gemeinsam mit Ernährungsexperten

Fokus auf echte Lebensmittelqualität – 100 % naturbelassen, ohne Zusätze

Unser Ziel: BARF so einfach und sicher machen, dass jeder Hund davon profitiert

Barf für deinen Labrador – Leitfaden für die artgerechte Rohfütterung

Der Labrador gilt als Staubsauger unter den Hunderassen, da er gefühlt alles frisst, was im Napf landet. Doch oft kämpfen die beliebten Vierbeiner mit stumpfem Fell, Juckreiz oder Fettpolstern auf den Rippen. Viele Hundehalter suchen deshalb nach einer naturnahen Alternative zum klassischen Futter. Dieser Artikel zeigt dir, wie das Labrador-Barfen in der Praxis funktioniert, worauf du bei der Futterzusammensetzung achten musst und wie du die perfekte Futtermenge ermittelst.

Warum Barf beim Labrador?

Ein Labrador hat bekanntlich immer Hunger. Doch wer die Ernährung seines Hundes umstellen möchte, sollte zuerst einen Blick auf die anatomischen Grundlagen werfen. Der Verdauungstrakt unserer Hunde liefert klare Hinweise darauf, welche Fütterungsart biologisch sinnvoll ist.

 

Der Wolf im Labi-Pelz: Warum rohes Fleisch sinnvoll ist

Auch wenn sich der Labrador im Laufe der Zeit an die Verdauung von Stärke angepasst hat, ist sein Gebiss und Verdauungstrakt nach wie vor auf die effiziente Verwertung von tierischen Proteinen ausgelegt. Die artgerechte Rohfütterung orientiert sich am Aufbau eines natürlichen Beutetiers. Das Kauen auf zähen Fleischstücken und geeigneten rohen Knochen sorgt für einen natürlichen Abrieb und kann so die Zahnpflege deines Labradors unterstützen. Zudem erleichtert es die individuelle Portionierung beim Barfen, das Gewicht zu halten oder zu reduzieren. Da Übergewicht eine der Hauptursachen für Gelenkbelastungen beim Labrador ist, leistet eine bedarfsgerechte Fütterung einen wertvollen Beitrag zur Vitalität deines Hundes.

 

Trockenfutter vs. Barf: Was braucht der Labrador wirklich?

Da viele Labradore genetisch bedingt ein schwach ausgeprägtes Sättigungsgefühl zeigen, erfordert die Fütterung von energiedichtem Trockenfutter extreme Disziplin bei der Portionierung. Barf hingegen besteht zu einem großen Teil aus Feuchtigkeit und Ballaststoffen, wodurch das Volumen im Napf bei gleicher Kalorienzahl deutlich größer ist. Dein Hund hat mehr zu kauen, der Magen wird besser gefüllt und der Stoffwechsel muss aktiv arbeiten, um die Nährstoffe aufzuspalten.

Die richtige Menge für das Labrador-Barfen: So viel Futter benötigt dein Hund

Eine bedarfsgerechte Portionierung schützt deinen Hund vor Mangelerscheinungen oder Übergewicht. Die exakte Berechnung der Mahlzeiten verhindert, dass dein Hund unbemerkt an Gewicht zulegt.

 

Faustformel: Körpergewicht und Aktivitätslevel entscheiden

Als Grundregel für die Barf-Futtermenge gilt: Ein ausgewachsener Hund benötigt täglich etwa 2 bis 3 Prozent seines aktuellen Körpergewichts an Futter.

  • Ruhige Vertreter / kastrierte Hunde: 2 % vom Körpergewicht
  • Normales Aktivitätslevel: 2,5 % vom Körpergewicht
  • Sportliche Hunde & Blindenhunde: 3 % (oder mehr) vom Körpergewicht

 

Ein ausgewachsener Labrador mit einem Körpergewicht von 30 Kilogramm erhält bei normaler Aktivität also eine Gesamtmenge von ca. 750 Gramm Futter pro Tag. Junghunde und Welpen haben durch den Knochenaufbau in der Wachstumsphase einen deutlich höheren Kalorienbedarf und Futterbedarf – hier liegt der Wert oft bei 5 bis 7 Prozent des Körpergewichts.

 

Der Futterplan: Tierischer und pflanzlicher Anteil im Fokus

Die tägliche Mahlzeit teilt sich standardmäßig in zwei Hauptkomponenten auf: 80 Prozent tierischer Anteil und 20 Prozent pflanzlicher Anteil.

 

Komponente

Anteil am Gesamtfutter

Was gehört dazu?

Tierischer Anteil (80 %)

50 % Muskelfleisch, 20 % Pansen/Blättermagen, 15 % Innereien, 15 % Knochen

Rind, Geflügel, Pferdefleisch, Fisch

Pflanzlicher Anteil (20 %)

75 % Gemüse, 25 % Obst

Karotten, Zucchini, Äpfel, Beeren

Was kommt in den Napf? Die perfekte Futterzusammensetzung

Ein ausgewogener Napf setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen. Die Mischung macht den Unterschied. 

 

Fleisch, Innereien und Knochen

Das Muskelfleisch dient als primäre Proteinquelle und sollte einen moderaten Fettgehalt aufweisen, um den Energiebedarf zu decken. Pansen und Blättermagen liefern wichtige Enzyme für den Darm. Bei den Innereien bildet die Leber das Herzstück, da sie fettlösliche Vitamine speichert. Rohe Knochen dienen als Kalziumquelle und natürliche Calcium-Lieferanten.

Achtung: Füttere niemals rohes Schweinefleisch! Dieses kann das für Hunde tödliche Aujeszky-Virus übertragen. Koche Schweinefleisch entweder komplett durch oder weiche auf sichere Fleischsorten wie Rind oder Pferd aus.

 

Gemüse und Obst

Hunde können die Zellwände von Pflanzen nicht selbstständig aufspalten. Verwende daher immer einen Pürierstab, um Gemüsesorten und Obst in einen feinen Brei zu verwandeln. Blattsalate, Gurken, Zucchini und reife Äpfel liefern wichtige Faserstoffe. Viele Barfer verzichten bewusst auf Getreide als Energieträger, um den Fokus ganz auf hochwertige Proteine und leicht verdauliches Gemüse zu legen. Das ist besonders für Hunde praktisch, die sensibel auf bestimmte Futtermittelbestandteile reagieren.

 

Futterzusätze und Öle

Da ein geschlachtetes Beutetier niemals komplett verfüttert wird, musst du bestimmte Nährstoffe über Futterzusätze ergänzen. Hochwertige Öle wie Lein-, Lachs- oder Rapsöl liefern essenzielle Omega-3-Fettsäuren für ein glänzendes Fell. Seealgenmehl sichert die Jodversorgung, während Knochenmehl oder Eierschalenpulver als alternative Kalziumquelle dienen, falls dein Hund keine ganzen Knochen verträgt. Bei akutem Mangel an Vitamin D kann zudem etwas Lebertran verfüttert werden.

Labrador frisst aus blauen Napf

Sonderfälle beim Labrador: Welpen, Leistungshunde und Krankheiten

Jeder Hund durchläuft unterschiedliche Lebensphasen, die eine Anpassung des Futters verlangen. Bestimmte Umstände erfordern eine genaue Feinjustierung der Rationen.

 

Welpen und Junghunde im Wachstum

Die Aufzucht eines Welpen erfordert Präzision beim Nährstoffbedarf. Ein optimal abgestimmtes Calcium-Phosphor-Verhältnis ist in dieser Phase entscheidend, um das gesunde und gleichmäßige Wachstum des Skeletts und des gesamten Bewegungsapparates zu unterstützen.

 

Blindenhunde und Arbeitshunde

Hunde, die täglich geistig und körperlich stark gefordert werden, verbrauchen enorm viel Energie. Statt einfach die Futtermenge ins Unermessliche zu steigern, hilft eine gezielte Fettzugabe, um den Fettgehalt der Mahlzeit anzuheben, ohne den Magen zu überladen.

 

Wenn der Hund kränkelt

Leidet dein Labrador unter bekannten Krankheiten wie Hüftdysplasie oder Nierenproblemen, muss der Fütterungsplan individuell angepasst werden. Hier hilft die Absprache mit dem Tierarzt.

Praktische Tipps für Hundehalter: der Start für das Barfen vom Labrador

Aller Anfang ist leicht, wenn man die richtigen Werkzeuge zur Hand hat. Der Einstieg in die Rohfütterung lässt sich strukturiert und stressfrei gestalten.

 

Der Barf-Rechner als Orientierungshilfe

Ein digitaler Barf-Rechner nimmt dir die mathematische Arbeit ab. Du tippst einfach das Gewicht und das Aktivitätslevel deines Labradors ein und erhältst die exakten Gramm-Angaben für jede Komponente. Das gibt Sicherheit in den ersten Wochen.

 

Schritt-für-Schritt-Umstellung auf Rohfütterung

Für den Einstieg in die Rohfütterung gibt es verschiedene Wege. Während einige Hundehalter gute Erfahrungen mit einer direkten Umstellung nach einem Fastentag machen, bevorzugen magenempfindliche Labradore einen schrittweisen Übergang. Schone den Magen zu Beginn mit leicht verdaulichen, puren Rohfleischsorten wie gewolftem Hühnerfleisch oder leicht verdaulichem Pansen. Achte dabei besonders auf eine geformte Konsistenz sowie eine kleine Menge – sehr heller, bröckeliger Kot weist auf zu viel Kalzium hin, während dunkler, weicher Stuhl oft ein Zeichen für zu viele Innereien ist.

Finde das passende Barf-Futter für deinen Labrador

Suchst du noch nach den passenden Zutaten für den Napf deines Lieblings? Entdecke jetzt unsere Barf-Mixe und hochwertigen Öle direkt im Shop, um deinem Labrador eine artgerechte Mahlzeit zu liefern.

Abwechslungsreich und
individuell Barfen

Mit unseren Barf-Boxen

Zu den Barf-Boxen

Häufig gestellte Fragen

Ein ausgewachsener, normal aktiver Labrador benötigt täglich etwa 2,5 Prozent seines Körpergewichts an Futter. Bei einem Gewicht von 30 Kilogramm entspricht das einer Futtermenge von 750 Gramm pro Tag, aufgeteilt auf zwei Mahlzeiten.

Ja, das ist möglich. Allerdings muss der Futterplan präzise auf die Wachstumsphase und den veränderten Nährstoffbedarf abgestimmt sein, um eine harmonische Skelettentwicklung und ein gesundes Knochenwachstum zu gewährleisten. In jedem Fall solltest du dich mit dem Tierarzt besprechen.

Da Labradore schnell ansetzen, eignen sich magere Fleischsorten wie Geflügel, Pferdefleisch oder mageres Rindfleisch. Der Fettanteil im Muskelfleisch sollte bei Übergewicht kontrolliert gesenkt werden.

Nein. Wenn dein Hund keine Knochen verträgt oder du Angst vor dem Splittern hast, kannst du den Kalziumbedarf auch über Eierschalenpulver oder Knochenmehl abdecken.

Matthias Block

Gründer von BARF-BOX & BARF-Experte

„Ich habe BARF-BOX gegründet, weil mein Hund Bobby starke Unverträglichkeiten hatte – heute weiß ich, wie wichtig eine wirklich passende Ernährung ist.“

Entwickelt seit 2017 bedarfsgerechte Barf-Menüs gemeinsam mit Ernährungsexperten

Fokus auf echte Lebensmittelqualität – 100 % naturbelassen, ohne Zusätze

Unser Ziel: BARF so einfach und sicher machen, dass jeder Hund davon profitiert

Newsletter abonnieren und Vorteile sichern

Abonniere unseren Newsletter und erhalte exklusive Rabatte, aktuelle Informationen zu Aktionen und Neuigkeiten.