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Matthias Block
Gründer von BARF-BOX & BARF-Experte
Matthias Block
Gründer von BARF-BOX & BARF-Experte
„Ich habe BARF-BOX gegründet, weil mein Hund Bobby starke Unverträglichkeiten hatte – heute weiß ich, wie wichtig eine wirklich passende Ernährung ist.“
Entwickelt seit 2017 bedarfsgerechte Barf-Menüs gemeinsam mit Ernährungsexperten
Fokus auf echte Lebensmittelqualität – 100 % naturbelassen, ohne Zusätze
Unser Ziel: BARF so einfach und sicher machen, dass jeder Hund davon profitiert
Barfen für Anfänger: So einfach startest du in die Rohfütterung für Hunde
Barfen klingt komplizierter, als es ist! Eigentlich ist diese Form der Tierernährung ganz simpel, wenn man die Grundlagen kennt. Wir zeigen dir, worauf es beim Start wirklich ankommt und was hochwertiges Rohfutter für deinen Vierbeiner verbessern kann. Außerdem beantworten wir die häufigsten Fragen rund um die artgerechte Rohkost und den Nährstoffbedarf.
Was ist Barf eigentlich?
Schon mal von Barfen gehört? Die Abkürzung „Barf” steht für „biologisch artgerechtes rohes Futter“ und bezeichnet eine spezielle Methode der natürlichen Hundeernährung.
Diese Art der Hundenahrung ermöglicht deinem Vierbeiner eine naturnahe und bedarfsgerechte Ernährung, vom Hauptfutter über Barf-Snacks – alles frei von künstlichen Zusätzen oder stark verarbeiteten Bestandteilen. Somit ist Barf auch für Hunde mit Allergien, Unverträglichkeiten und einer hohen Verdauungsempfindlichkeit gut geeignet.
Wie barfe ich richtig?
Eine ausgewogene Futterzusammensetzung orientiert sich meist an der 80/20-Regel, um eine Über- oder Unterversorgung zu vermeiden. Dabei steht hochwertiges Fleisch im Fokus.
- Tierischer Anteil (ca. 80%): Dieser besteht primär aus Muskelfleisch, das als Energielieferant dient. Hinzu kommen Pansen oder Blättermagen, wertvolle Innereien (wie Leber und Niere für Vitamin A) sowie rohe fleischige Knochen als lebenswichtige Quelle für Calcium. Auch frischer Fisch kann zweimal pro Woche gefüttert werden, um wichtige Fettsäuren zu liefern.
- Pflanzlicher Anteil (ca. 20%): Püriertes Gemüse, etwas Obst und Kräuter liefern notwendige Ballaststoffe, Mineralien und Vitamine.
- Zusätze: Hochwertige Omega-3-Öle (z. B. Lachsöl), Seealgenmehl oder Eierschalen als Futterzusätze können die Mahlzeit bei Bedarf in verschiedenen Lebensphasen abrunden.
Wichtig: Füttere kein rohes Fleisch vom Schwein (Gefahr durch das Aujeszky-Virus) und koche Knochen niemals ab, da sie sonst splittern können! Rohe Knochen sind hingegen elastisch und sicher.
Bei Welpen, die im Wachstum einen erhöhten Kalziumbedarf haben, oder Hunden mit speziellen chronischen Erkrankungen kann eine individuelle und abgestimmte Mahlzeit sinnvoll sein.
Warum die Qualität beim Fleisch entscheidend ist
Beim Barfen ist Fleisch nicht gleich Fleisch. Damit dein Hund alle wichtigen Nährstoffe erhält, muss die Qualität stimmen. Hochwertiges rohes Fleisch liefert nicht nur Energie, sondern auch wichtige Spurenelemente wie Zink und Kupfer, die die Haut und das Bindegewebe unterstützen. Achte daher auf eine abwechslungsreiche Fütterung, die verschiedene Fleischsorten kombiniert.
Welche Vorteile bringt Barf deinem Hund?
Viele Hundehalter entscheiden sich fürs Barfen wegen der positiven Effekte der Rohfütterung. Da die Mahlzeit dem natürlichen Beutetier nachempfunden ist, wird der Organismus dementsprechend versorgt. Zu den spürbaren Vorteilen gehören:
- Unterstützt die Verdauung: Da hochwertiges Fleisch und frische Innereien fast vollständig verwertet werden, scheidet der Hund deutlich weniger Ballaststoffe und unverdauliche Stoffe aus. Das unterstützt den Darm nachhaltig.
- Glänzendes Fell & gesunde Haut: Durch die Fütterung von frischem Muskelfleisch und die gezielte Zufuhr von Spurenelementen wie Zink und Kupfer kann zu einem besseren Hautbild beitragen.
- Gelenke & Wachstum: Die bedarfsgerechte Fütterung von rohen fleischigen Knochen liefert natürliches Calcium und Phosphor in einem optimalen Verhältnis. Dies ist besonders wichtig für die Skelettentwicklung.
- Natürliche Zahnpflege: Das Kauen auf großen Stücken Fleisch und weichen Knochen wirkt wie eine Zahnbürste. Es unterstützt die Zahnhygiene durch mechanischen Abrieb.
- Für sensible Hunde: Da du die volle Kontrolle über den Futternapf hast, fallen versteckte Allergieauslöser weg. Frisches, rohes Fleisch ist zudem frei von künstlichen Aroma- und Konservierungsstoffen, die das Wohlbefinden sensibler Hunde beeinträchtigen können.
- Mehr Energie & Lebensfreude: Die hohe Bioverfügbarkeit der Nährstoffe sorgt dafür, dass dein Hund spürbar vitaler wird. Eine ausgewogene Mischung aus Fleisch, Innereien und Fisch deckt den gesamten Energiebedarf effizient ab.
Deine ersten Schritte für das Barfen von Hunden
Für Anfänger empfiehlt es sich, mit einfachen Menüs oder hochwertigen Fertig-Barf-Produkten zu starten. Diese sind bereits bedarfsgerecht zusammengestellt und bieten einen unkomplizierten Einstieg in die Rohfütterung.
Fasten zum Barf-Start
Bei Hunden mit empfindlichem Magen oder Unverträglichkeiten kann es sinnvoll sein, eure Barf-Reise mit einer Fastenphase von ca. 24 Stunden (bei Welpen reicht eine ausgelassene Mahlzeit) zu beginnen. So gibst du dem Verdauungssystem des Hundes Zeit, sich auf die neue Ernährung umzustellen. Startet dann mit einer kleinen Menge Rohfleisch. Verteile die Ration auf mehrere über den Tag verteilte Mahlzeiten.
Wichtig: Zum Beginn der Umstellung kann es bei nörgelnden Hunden sinnvoll sein, das Barf-Futter dem gewohnten Futter (z. B. Trockenfutter) beizumischen.
Langfristig sollte Barf jedoch NICHT mit Trocken- oder Nassfutter gemischt gefüttert werden. Dabei kann es durch die verschiedenen Zusammensetzungen und Verdauungszeiten der unterschiedlichen Fütterungsarten zu Verdauungsbeschwerden kommen.
Wie viel Zeit sollte man für den Übergang zu Barf einplanen?
Plane die Menüs (bei Selbstmischung) für deinen Vierbeiner für die ersten Tage und passe die Ernährung bei Bedarf an. Vor allem aber: Beobachte deinen Vierbeiner sehr genau. Hat er Durchfall oder Knochenkot, ist dies durch die Futterumstellung erst einmal eine mögliche Reaktion und nicht zwingend ungewöhnlich. Sollte sich die Verdauung jedoch nach wenigen Tagen nicht regulieren, ist eine Anpassung der Zusammenstellung eventuell sinnvoll oder notwendig. Bei anhaltenden Problemen oder hartem Kot sollte die Knochenmenge sofort reduziert und ein Tierarzt konsultiert werden.
Die richtige Menge beim Barfen
Da Barf-Mahlzeiten eine sehr hohe Nährstoffdichte aufweisen und auf Ballaststoffe ohne energetischen Nutzen verzichten, kann der Organismus mehr von der Futterzusammensetzung verwerten und muss dadurch auch weniger ausscheiden. Im Umkehrschluss muss deshalb verhältnismäßig weniger gefüttert werden.
In dieser Grafik haben wir die ungefähr benötigte Menge verschiedener Rassen zusammengefasst.
Die genaue Menge an Fleisch, Obst und Gemüse und die optimale Zusammenstellung können von Tier zu Tier variieren. Alter, Gesundheit, Bewegung und Stoffwechsel sind hierbei nur einige Punkte, die zu beachten sind.
| Hunderasse | Gewicht | Futtermenge ca. |
|---|---|---|
| Großer Schweizer Sennenhund | 65 kg | 1000 – 1200 g |
| Deutsche Dogge | 50 kg | 800 – 900 g |
| Rottweiler | 42 kg | 700 – 800 g |
| Rhodesian Ridgeback | 36 kg | 600 – 700 g |
| Deutscher Schäferhund | 34 kg | 550 – 650 g |
| Golden Retriever | 30 kg | 500 – 600 g |
| Labrador Retriever | 30 kg | 500 – 600 g |
| Border Collie | 17 kg | 400 g |
| Französische Bulldogge | 12 kg | 300 – 350 g |
| Beagle | 10 kg | 300 g |
| Mops | 7 kg | 250 – 300 g |
| Jack Russell Terrier | 7 kg | 250 – 300 g |
| Havaneser | 5 kg | 200 g |
Was kostet Barf im Monat?
Das kommt natürlich in erster Linie auf deinen Vierbeiner und sein Aktivitätslevel an. Grundsätzlich kannst du für einen mittelgroßen Hund bei hochwertigem Nass- oder Trockenfutter von etwa 90-120 € Futterkosten für die Hundeernährung im Monat ausgehen. Die Kosten für Barf-Futter liegen in etwa bei 90-100 €.
Häufige gestellte Fragen
Ist Barf wirklich so gesund?
Viele Tiere profitieren von der Barf-Fütterung – die Tierernährung mit Fleisch, Innereien und Gemüse ist natürlich und artgerecht. Hundebesitzer berichten von positiven Effekten in Zusammenhang mit Barf-Nahrung. Dies geht über verbesserte Verdauung und Nährstoffaufnahme bis hin zu reduzierten Allergien und Unverträglichkeiten bei ihren Tieren.
Warum überhaupt Rohfutter?
Deinem Hund wird eine artgerechte und ausgewogene Ernährung ermöglicht. Dadurch kann beim Barfen die natürliche Gebissreinigung unterstützt werden, der Verdauungstrakt mit gut verwertbaren Stoffen gespeist werden und zu einer besseren Verträglichkeit beigetragen werden.
Wie füttere ich das Rohfutter?
Am besten taust du das Futter schonend über Nacht oder morgens in warmem Wasser auf und lagerst den Rest im Kühlschrank in einer Frischhaltedose. Verbrauche das Barf möglichst innerhalb von 2 Tagen. Wir empfehlen, erwachsene Hunde zweimal täglich zu füttern – zum Beispiel morgens und am frühen Abend. Welpen und Junghunde sollten möglichst dreimal täglich gefüttert werden.
Wie berechne ich die Barf-Menge?
Als ungefähren Richtwert kann man 2–4 % des Körpergewichts des Hundes nehmen, um die Futtermenge zu berechnen. Die genaue Menge kann jedoch durch verschiedene Umstände variieren. Frage dich: Wie viel Bewegung hat der Hund? Wie ist der Stoffwechsel? Wie steht es um Gesundheit und Alter? Eine Faustregel zur Kontrolle des richtigen Gewichts bzw. der richtigen Futtermenge besagt: Man sollte die Rippen des Hundes spüren, aber nicht sehen.
Werden Zusätze zum Barf benötigt?
Grundsätzlich ist der Inhalt der Boxen so gewählt, dass du bei der Fütterung lediglich auf etwas Abwechslung der einzelnen Menüs achten solltest. Dies gilt für gesunde Hunde – für Hunde mit besonderen Bedürfnissen beraten wir dich gerne individuell zur passenden Nährstoffergänzung.
Ist Barf für Welpen geeignet?
Die Fütterung von Welpen (ab dem 3. Monat) mit Rohfutter ist bei korrekter Zusammensetzung eine hervorragende Basis für ein gesundes Wachstum. Welpen und Junghunde (bis zum Ende des 1. Lebensjahres) sollten zusätzlich Grünlippmuschel-Pulver in ihr Futter bekommen. Dies unterstützt die Gelenke und ist vor allem bei größeren Rassen sehr empfehlenswert.
Wie teuer ist Barfen?
Wie immer noch häufig falsch angenommen, ist Barf keineswegs teurer als anderes Hundefutter. Wenn man dazu noch die geringere benötigte Futtermenge berücksichtigt, ist Barfen im Vergleich zu beispielsweise hochwertigem Trockenfutter oftmals deutlich günstiger. Ein Rechenbeispiel mit unserem Komplettmenü von Bob’s Barf zum Vergleich: Labrador Bobby (32 kg) benötigt 500 g Futter am Tag bzw. 15 kg im Monat. Bei 6,65 € pro kg entstehen somit 99,80 € an Futterkosten pro Monat. Also ca. 3,33 € am Tag!
Matthias Block
Gründer von BARF-BOX & BARF-Experte
„Ich habe BARF-BOX gegründet, weil mein Hund Bobby starke Unverträglichkeiten hatte – heute weiß ich, wie wichtig eine wirklich passende Ernährung ist.“
Entwickelt seit 2017 bedarfsgerechte Barf-Menüs gemeinsam mit Ernährungsexperten
Fokus auf echte Lebensmittelqualität – 100 % naturbelassen, ohne Zusätze
Unser Ziel: BARF so einfach und sicher machen, dass jeder Hund davon profitiert