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Bob's Barf - Hund richtig Barfen
Korrekt barfen ist eigentlich ganz einfach. Wir erklären, was es zu beachten gibt und was gutes Barf-Futter für deinen Vierbeiner verbessern kann. Wir beantworten außerdem die häufigsten Fragen rund um die Roh – Haustierkost.
Rohfütterung - Barfen für Anfänger
BARF steht für „Biologisch artgerechtes Rohes Futter“ und bezeichnet eine spezielle Fütterungsmethode für Hunde. Das Barfen ist eine natürliche und daher gut verträgliche Fütterungsmethode, die viele Vorteile mit sich bringt.
Wie barfe ich richtig – Wie sollte Barf zusammengesetzt sein?
Im Mittelpunkt des Barfens steht rohes Fleisch. Ergänzt wird die Mahlzeit durch Innereien, Knochen, Gemüse, eventuell Obst sowie wertvolle Zusätze wie Öle und Kräuter. Die Zugabe der pflanzlichen Bestandteile imitiert den Mageninhalt eines Beutetieres und versorgt deinen Hund mit allen nötigen Vitaminen sowie Mineral- und Ballaststoffen.
Naturnah & ohne Zusätze – Barfen für Hunde
Diese Art der Hundenahrung ermöglicht deinem Vierbeiner eine Naturnahe und bedarfsgerechte Ernährung, vom Hauptfutter über Barf Snacks – frei von künstlichen Zusätzen, Füllstoffen oder stark verarbeiteten Bestandteilen und ist somit auch für Hunde mit Allergien und Unverträglichkeiten gut geeignet und zu empfehlen.
Biologisch Artgerechte Haustierkost - Welche Vorteile bringt BARF beim Hund?
Viele Hundehalter entscheiden sich fürs barfen wegen der positiven Effekte der Rohfütterung. Dazu gehören:
- Gesündere Zähne & weniger Zahnstein
- Bessere Verdaulichkeit
- Reduziertes Risiko für Allergien und Unverträglichkeiten
- Kaum Magendrehungen
- Geringerer Kotabsatz durch höhere Verwertbarkeit des Futters
- Gesünderes, glänzendes Fell
- Mehr Energie & Vitalität
Das barfen kann also nicht nur gesundheitliche Vorteile mit sich bringen, sondern auch präventiv gegen Krankheiten, Allergien und Zahnverlust schützen.
Wie sieht eine ausgewogene Barf Mahlzeit aus?
Eine ausgewogene Barf-Ration für Hunde sollte aus bis zu 85% aus Fleisch und maximal 15% – 25% aus Gemüse & Kräutern bestehen. Zusätzlich werden z.B. Omega-3 Öle, Seealgenmehl, Eierschalen (auch in Pulverform) oder Lebertran ergänzt.
Bei Welpen (erhöhter Kalziumbedarf durch Wachstum) oder Hunden mit speziellen chronischen Erkrankungen kann eine individuelle und abgestimmte Mahlzeit für deinen Begleiter sinnvoll sein.
Anleitung - Deine ersten Schritte mit dem Barfen von Hunden
Für Barf-Anfänger empfiehlt es sich, mit einfachen Menüs oder hochwertigen Fertig-Barf-Produkten zu starten. Diese sind bereits bedarfsgerecht zusammengestellt und bieten einen unkomplizierten Einstieg in die Rohfütterung.
Fasten zum Barf-Start
Bei Hunden mit empfindlichen Magen oder Unverträglichkeiten kann es sinnvoll sein, eure Barf Reise mit einer Fastenphase von ca. 24 Stunden (bei Welpen reicht eine ausgelassene Mahlzeit) zu starten. So gibst du dem Verdauungssystem des Hundes Zeit, sich auf die neue Ernährung umzustellen. Startet dann mit einer kleinen Menge Barf-Futter. Verteile die Tagesration auf mehrere über den Tag verteilte Mahlzeiten.
Wichtig!
Zum Beginn der Umstellung kann es bei sehr mäkeligen Hunden sinnvoll sein, das Barf Futter dem gewohnten Futter (z.B. Trockenfutter) beizumischen.
Langfristig sollte BARF jedoch NICHT mit Trocken- oder Nassfutter gemischt gefüttert werden. Dabei kann es durch die unterschiedlichen Zusammensetzungen und Verdauungszeiten der sehr unterschiedlichen Futterarten zu Verdauungsbeschwerden kommen.
Plane Zeit für den Übergang zu Barf ein
Plane die Menüs (bei Selbstmischung) für deinen Vierbeiner für die ersten Tage und passe die Ernährung bei Bedarf an. Vor allem aber: Beobachte deinen Vierbeiner sehr genau, hat er Durchfall oder Knochenkot ist dies durch die Futterumstellung erst einmal nicht bedenklich oder ungewöhnlich. Sollte sich die Verdauung jedoch nach wenigen Tagen nicht regulieren, ist eine Anpassung der Zusammenstellung eventuell sinnvoll oder notwendig.
Benötigst du Hilfe bei der Erstellung eines Barf-Planes? Oder treten Probleme bei der Umstellung auf? Wir beraten dich gerne und umfassend. Stelle hier alle Fragen zum Thema Barf.
So läuft die Umstellung auf BARF Hundefutter
In der Regel kann die Umstellung problemlos von einem auf den anderen Tag erfolgen. Ein Fastentag vor dem switch kann für Hunde mit empfindlicher Verdauung hilfreich sein. Wer sein Barf-Futter selbst zusammenstellen möchte, sollte sich vorab mit den Grundlagen der Nährstoffbedarfsdeckung auseinandersetzen oder Unterstützung hinzuziehen. Eine professionelle Barf-Beratung oder entsprechende Literatur sind hier sehr zu empfehlen.
Barf Futtermenge - Einflussfaktoren
Welche Menge ist die richtige beim barfen?
Da beim richtigen Barfen keine Füllstoffe verwendet werden, kann der Organismus mehr von dem Futter verwerten und muss dadurch auch weniger ausscheiden. Im Umkehrschluss muss daher auch verhältnismäßig weniger gefüttert werden.
In dieser Tabelle haben wir die ungefähr benötigte Menge verschiedener Rassen zusammengefasst.
Die genaue Menge des Futters und die optimale Zusammenstellung kann von Tier zu Tier variieren. Das Alter, Gesundheit, Bewegung und Stoffwechsel sind hierbei nur einige Punkte, die eventuell zu beachten sind.
| Hunderasse | Gewicht | Futtermenge ca. |
|---|---|---|
| Großer Schweizer Sennenhund | 65 kg | 1000 – 1200 g |
| Deutsche Dogge | 50 kg | 800 – 900 g |
| Rottweiler | 42 kg | 700 – 800 g |
| Rhodesian Ridgeback | 36 kg | 600 – 700 g |
| Deutscher Schäferhund | 34 kg | 550 – 650 g |
| Golden Retriever | 30 kg | 500 – 600 g |
| Labrador Retriever | 30 kg | 500 – 600 g |
| Border Collie | 17 kg | 400 g |
| Französische Bulldogge | 12 kg | 300 – 350 g |
| Beagle | 10 kg | 300 g |
| Mops | 7 kg | 250 – 300 g |
| Jack Russell Terrier | 7 kg | 250 – 300 g |
| Havaneser | 5 kg | 200 g |
Was kostet Barf im Monat?
Das kommt natürlich in erster Line auf dein Tier und sein Aktivitätslevel an. Grundsätzlich kannst du für einen mittel großen Hund bei hochwertigem Nass- oder Trockenfutter von etwa 90-120 € Futterkosten im Monat ausgehen. Die Kosten für Barf-Futter liegen in etwa bei 90-100 €.
Häufige Fragen
Ist Barf wirklich so gesund?
Viele Tiere profitieren von der BARF Fütterung. Die Ernährung ist natürlicher und artgerechter als herkömmliches Futter. Viele Hundebesitzer berichten von positiven Effekten in Zusammenhang mit Barf- Haustiernahrung dies geht über verbesserte Verdauung & Nährstoffaufnahme bis zu reduzierten Allergien und Unverträglichkeiten bei ihren Tieren.
Warum überhaupt Rohfutter (Barf)?
- Um Deinem Hund eine Artgerechte und ausgewogene Ernährung zu ermöglichen.
- Magendrehungen sind bei Rohernährung so gut wie nicht bekannt
- Zahnstein entsteht beim Barfen gar nicht erst, bzw. wird stark reduziert
- Der Verdauungstrakt wird nicht mit Stoffen belastet, die der Körper nicht verwerten kann
- Die Gefahr von Herz-, Nieren- und Lebererkrankungen wird reduziert
- Allergien, Juckreiz und Blähungen treten deutlich seltener auf
Wie füttere ich das Rohfutter?
Am besten taust Du das Futter schonend über Nacht oder morgens in nicht heißem Wasser auf und lagerst den Rest im Kühlschrank in einer Frischhaltedose. (möglichst innerhalb von 2 Tagen verbrauchen) Erwachsene Hunde fütterst Du am besten zweimal täglich. Zum Beispiel morgens und am frühen Abend.
Welpen und Junghunde sollten möglichst dreimal täglich gefüttert werden.
Wie berechne ich die Barf-Menge?
Als ungefähren Richtwert kann man 2-4% des Körpergewichtes des Hundes nehmen um die Futtermenge zu berechnen.
Die genaue Menge kann jedoch durch verschiedene Umstände variieren.
Beispiele wären hier: Wie viel Bewegung hat der Hund? Wie ist der Stoffwechsel? Gesundheit und Alter.
Eine Faustregel zur Kontrolle des richtigen Gewichtes / der richtigen Futtermenge besagt:
Man sollte die Rippen des Hundes spüren aber nicht sehen.
Was muss ich bei der Futterumstellung beachten?
Grundsätzlich kannst Du das Futter direkt umstellen. Empfehlenswert ist es an den ersten 1-2 Tagen Pansen zu füttern.
Darin sind viele Bakterien enthalten, die zum Aufbau der Darmflora benötigt werden und somit eine gute Grundlage für die Verwertung der Rohnahrung bieten. Sollte der Hund das Futter erstmal ablehnen, kann zur Gewöhnung noch mit dem gewohnten Futter gemischt werden. Dauerhaft sollte das Rohfutter jedoch nicht mit Trocken- oder Nassfutter gemischt werden.
Werden noch Zusätze zum Rohfutter benötigt?
Grundsätzlich ist der Inhalt der Boxen so gewählt, dass Du bei der Fütterung lediglich auf etwas Abwechslung der einzelnen Menüs achten solltest. Dies gilt für gesunde Hunde. Bei Erkrankungen, Unverträglichkeiten, Mangelerscheinungen, etc. sprich uns gerne für eine individuelle Zusammenstellung an.
Welpen und Rohfutter - Dürfen Hunde Welpen barfen?
Die Fütterung von Welpen (ab dem 3. Monat) mit Rohfutter (wenn richtig gemacht) ist absolut unbedenklich und sogar sehr zu empfehlen. Da vor allem im Wachstum eine vollwertige Versorgung mit Nährstoffen wichtig ist und belastende Stoffe vermieden werden sollten.
Welpen und Junghunden (bis zum Ende des 1. Lebensjahres) sollten zusätzlich „Grünlipp-Muschelextrakt“ in ihr Futter bekommen.
Dies unterstützt die Entwicklung der Gelenke und ist vor allem bei größeren Rassen sehr zu empfehlen.
Wie erfolgt der Versand des Rohfutters und was ist zu beachten?
Wir versenden das Rohfutter in speziellen Isolierverpackungen, sodass die Gefriertemperatur möglichst lange gehalten wird (ausschließlich per Expressversand). Sollte das Futter doch einmal leicht angetaut ankommen, kann es ohne Bedenken und Qualitätsverlust wieder eingefroren werden. Die Isolierverpackungen kannst du übrigens kostenfrei an uns zurücksenden.
Wie teuer ist barfen?
Wie immer noch häufig falsch angenommen, ist Barf keineswegs teurer als anderes Hundefutter. Wenn man dazu noch die geringere benötigte Futtermenge berücksichtigt, ist barfen im Vergleich zu beispielsweise hochwertigem Trockenfutter, sogar oftmals deutlich günstiger.
Ein Rechenbeispiel mit unseren Barf-Menüs von Bob’s Barf zum Vergleich:
Labrador Bobby (32kg) benötigt 500g Futter am Tag bzw. 15kg im Monat.
Bei 5,66€ pro kg entstehen somit 86,90€ an Futterkosten pro Monat.
Also ca. 2,89€ am Tag!