Trächtige Hündin liegt im Körbchen

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29.05.2026

Matthias Block

Gründer von BARF-BOX & BARF-Experte

Matthias Block

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Matthias Block

Gründer von BARF-BOX & BARF-Experte

„Ich habe BARF-BOX gegründet, weil mein Hund Bobby starke Unverträglichkeiten hatte – heute weiß ich, wie wichtig eine wirklich passende Ernährung ist.“

Entwickelt seit 2017 bedarfsgerechte Barf-Menüs gemeinsam mit Ernährungsexperten

Fokus auf echte Lebensmittelqualität – 100 % naturbelassen, ohne Zusätze

Unser Ziel: BARF so einfach und sicher machen, dass jeder Hund davon profitiert

Trächtige Hündin barfen: Ernährung bei Schwangerschaft

Die Nachricht, dass die eigene Hündin Nachwuchs erwartet, sorgt bei Hundebesitzern und Züchtern für riesige Vorfreude. Doch mit der Schwangerschaft – in der Fachsprache Trächtigkeit genannt – wächst auch die Verantwortung. Eine der wichtigsten Fragen in dieser Phase lautet: Wie sieht die optimale Nahrung aus?

Viele schwören auf Barf (biologisch artgerechtes rohes Futter). Aber ist das Barfen in dieser sensiblen Phase sicher? Die Antwort ist: Ja, absolut! Wer eine trächtige Hündin barfen möchte, muss jedoch genau wissen, wie sich der Bedarf an Energie und Nährstoffen in den einzelnen Wochen verändert. In diesem Artikel erfährst du Schritt für Schritt, wie du die Ernährung anpasst, um den Hund und die Welpen bestmöglich zu versorgen.

Warum Barf in der Trächtigkeit?

Die Natur hat den Hund als Fleischfresser konzipiert. Frisches Fleisch, Innereien, Knochen und ein kleiner Anteil an Gemüse und Obst liefern genau die Vitamine, Mineralien und essenziellen Fettsäuren, die ein Hund braucht.

Gerade bei tragenden Hündinnen bietet die Rohfleischfütterung den Vorteil, dass du die Mahlzeiten genau auf die Bedürfnisse des Tieres abstimmen kannst. Du verzichtest auf künstliche Zusatzstoffe, Getreide-Füllstoffe und versteckten Zucker, und förderst so das Immunsystem der Mutter.

Wichtiger Hinweis: Auch wenn eine ausgewogene Rohfütterung die Vitalität der Welpen und die Milchleistung der Mutter nachweislich unterstützen kann, lassen sich Krankheiten oder genetische Komplikationen nicht allein durch das Futter verhindern. Bei Unsicherheiten oder gesundheitlichen Problemen der Hündin sollte immer ein Tierarzt besucht werden.

Die Trächtigkeit im Überblick: Fütterung nach Phasen

Die Trächtigkeit bei Hündinnen dauert im Schnitt 63 Tage. Die Fütterung lässt sich dabei in zwei Hauptphasen unterteilen:

 

1. Die erste Hälfte (Woche 1 bis 5)

In den ersten Wochen verändern sich die Embryonen im Mutterleib zwar rasant, sind aber noch winzig. Der Energiebedarf der Hündin bleibt in der ersten Trächtigkeitshälfte nahezu unverändert.

  • Futtermenge: Behalte die normale Tagesration bei (ca. 2–3 % des Körpergewichts).
  • Futterplan: Ein normaler, ausgewogener Barf-Ernährungsplan reicht völlig aus.
  • Achtung: Manche trächtige Hündinnen leiden um den 20. Tag herum unter hormonell bedingter Übelkeit. Setzt sie mal eine Mahlzeit aus, ist das kein Grund zur Panik.

 

2. Die zweite Hälfte (ab Woche 6)

Ab der 6. Schwangerschaftswoche wachsen die Welpen rasant. Nun steigt der Bedarf an Energie und spezifischen Nährstoffen stark an. Gleichzeitig wächst die Gebärmutter und drückt auf den Magen – der Hund kann keine riesigen Portionen mehr auf einmal verdauen.

  • Futtermenge steigern: Erhöhe die Futtermenge ab der 6. Woche schrittweise um etwa 10 % pro Woche. Bis zur Geburt kann die Ration bis zu 30–50 % über der normalen Menge liegen.
  • Mehrere Mahlzeiten: Verteile das Futter auf 3 bis 4 kleinere Mahlzeiten am Tag.

Die wichtigsten Nährstoffe: Auf das Calcium-Phosphor-Verhältnis achten

Die biologisch artgerechte Rohfütterung einer trächtigen Hündin machen vor allem Mikronährstoffe aus. Ein Mangel kann verheerende Folgen für die Knochenentwicklung der Welpen und die Gesundheit der Mutter haben.

 

Calcium und Phosphor

Calcium ist der Baustoff für die Skelette der noch ungeborenen Welpen. Phosphor ist ebenfalls wichtig, muss aber im richtigen Verhältnis zu Calcium stehen (ideal ist ca. 1,3 zu 1).

Achtung: Erhöhe den Calciumanteil (z. B. über rohe Knochen vom Fleisch oder Eierschalenpulver) erst ab der 6. Woche! Eine zu frühe Überversorgung kann die körpereigene hormonelle Calciumregulation der Hündin träge machen. Dies erhöht das Risiko für die gefürchtete Eklampsie (Milchfieber) nach der Geburt.

 

Essenzielle Fettsäuren

Hochwertige Öle (z. B. Lachsöl oder Krillöl) liefern Omega-3-Fettsäuren (DHA und EPA). Diese sind entscheidend für die Gehirn- und Netzhautentwicklung der Welpen im Mutterleib.

Nährstoff / Komponente

Wichtig für…

Barf-Quelle

Calcium

Knochenaufbau der Welpen

Rohe fleischige Knochen, Knochenmehl

Omega-3-Fettsäuren

Gehirnentwicklung

Lachsöl, Dorschlebertran

Hochwertiges Protein

Zellwachstum & Gewebe

Muskelfleisch, Herz

Vitamine A & D

Immunsystem & Calciumaufnahme

Innereien (Leber), Fisch

Barf-Ernährung bei trächtiger Hündin: Beispielplan

Alle Futterpläne müssen individuell an die Rasse, die Größe und das Körpergewicht der Hündin angepasst werden. Ein Zwergpudel hat einen anderen Stoffwechsel als eine Deutsche Dogge. Dennoch gibt es eine Grundstruktur für die Aufteilung der tierischen Komponenten im Futterplan-Baukasten:

  • 50 % Muskelfleisch (mit einem Fettanteil von ca. 15–20 % für die Energie)
  • 20 % Pansen / Blättermagen (liefert Enzyme und vorverdaute Pflanzenstoffe)
  • 15 % Innereien (wichtig für Vitamine; davon 30–40 % Leber, der Rest Niere, Milz, Lunge)
  • 15 % rohe fleischige Knochen (zur Calciumversorgung)


Ergänzt wird dieser tierische Anteil durch ca. 20 % püriertes Gemüse und Obst (als Ballaststoffquelle) sowie hochwertige Öle und gegebenenfalls Seealgenmehl für den Jodbedarf.

Söugende Hündin füttert vier Welpen

Nach der Geburt: Säugende Hündin barfen

Wenn die Welpen auf der Welt sind, beginnt die energetische Höchstleistung. Eine säugende Hündin zu barfen bedeutet, die artgerechte Ernährung auf „All-you-can-eat“ umzustellen. Je nach Wurfgröße kann der Energiebedarf der Mutter auf das Zwei- bis Vierfache des Normalwerts ansteigen!

  • Erhöhe den Fettanteil im Fleisch, um die Energiedichte zu steigern.
  • Achte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (das Futter kann gerne mit etwas Fleischbrühe supplementiert werden), damit die Milchproduktion reibungslos läuft.
  • Die Gewichtszunahme der Welpen ist der beste Indikator dafür, ob das Futter der Mutter ausreicht (wobei ein anfänglicher Gewichtsverlust von bis zu 4–10 % in den ersten 24 bis 36 Stunden nach der Geburt normal ist; danach sollte das Gewicht kontinuierlich steigen).

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Häufig gestellte Fragen

Eine radikale Futterumstellung bedeutet Stress für den Magen-Darm-Trakt. Wenn dein Hund bisher nur herkömmliches Hundefutter (Trocken- oder Nassfutter) gewohnt ist, ist die Trächtigkeit nicht der beste Zeitpunkt für Experimente. Eine Umstellung sollte idealerweise davor erfolgen. Ist die Hündin bereits tragend, sprich den Wechsel bitte genau mit einem Tierarzt ab.

Eine gewisse Gewichtszunahme ist völlig normal und gewollt, da die Welpen, das Fruchtwasser und die Plazenten viel Gewicht ausmachen. Allerdings sollte die Hündin in den ersten 5 Wochen nicht verfetten. Eine zu dicke Hündin hat häufig schwerere Geburten. Achte auf die Körperform: Von oben betrachtet sollte die Hündin bis zur 5. Woche noch eine erkennbare Taille haben; von der Seite betrachtet sollte die Bauchlinie nach hinten leicht ansteigen. Die Rippen sollten ab der 6. Woche zwar durch den zunehmenden Bauchumfang weniger sichtbar, aber unter leichtem Druck immer noch gut tastbar sein. Spürt man die Rippen gar nicht mehr oder lagert sich Fett an der Rutenbasis an, ist die Hündin wahrscheinlich zu dick.

Ja, rohe fleischige Knochen (RFK) sind die natürlichste Calciumquelle. Wenn deine Hündin Knochen gewohnt ist und sie gut verträgt, spricht nichts dagegen. Da manche Hündinnen gegen Ende der Trächtigkeit unter Trägheit des Darms leiden, kannst du ab der 7. oder 8. Woche alternativ auf feines Knochenmehl oder Eierschalenpulver ausweichen, um Verstopfungen (Knochenkot) vorzubeugen.

Matthias Block

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„Ich habe BARF-BOX gegründet, weil mein Hund Bobby starke Unverträglichkeiten hatte – heute weiß ich, wie wichtig eine wirklich passende Ernährung ist.“

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