Französische Bulldogge schleckt sich die Schnauze ab

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29.05.2026

Matthias Block

Gründer von BARF-BOX & BARF-Experte

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Matthias Block

Gründer von BARF-BOX & BARF-Experte

„Ich habe BARF-BOX gegründet, weil mein Hund Bobby starke Unverträglichkeiten hatte – heute weiß ich, wie wichtig eine wirklich passende Ernährung ist.“

Entwickelt seit 2017 bedarfsgerechte Barf-Menüs gemeinsam mit Ernährungsexperten

Fokus auf echte Lebensmittelqualität – 100 % naturbelassen, ohne Zusätze

Unser Ziel: BARF so einfach und sicher machen, dass jeder Hund davon profitiert

Französische Bulldogge barfen: Der Leitfaden für eine artgerechte Rohfütterung

Die Französische Bulldogge – von Liebhabern liebevoll „Bully“ oder „Frenchie“ genannt – ist ein Hund mit unverwechselbarem Charme, Fledermausohren und einem treuen Blick. Doch so groß ihre Persönlichkeit auch ist, so sensibel ist ihr Magen-Darm-Trakt. Viele Bully-Besitzer kämpfen mit Blähungen, Hautproblemen oder Allergien bei ihren Vierbeinern. Auf der Suche nach dem passenden Futter landen immer mehr Hundehalter beim Thema Barf (biologisch artgerechtes rohes Futter). Doch eignet sich die Rohfütterung überhaupt für die Hunderasse? Worauf muss man achten, und wie stellt man die Mahlzeiten optimal zusammen? In diesem Blogbeitrag erfährst du alles, was du über das Barfen einer Französischen Bulldogge wissen musst.

Warum Barf für die Französische Bulldogge?

Für einen sensiblen Hund wie die Französische Bulldogge können Getreide oder künstliche Konservierungsstoffe schnell zu Problemen werden. Beim Barfen wird die Ernährung des Hundes an seinen Vorfahren, den Wolf, angelehnt. Es ist eine artgerechte Ernährungsform, bei der frisches, rohes Fleisch, Innereien, Knochen sowie Obst und Gemüse im Napf landen.

Die Vorteile der Rohfütterung beim Bully:

  • Weniger Allergien und Unverträglichkeiten: Da du jede Zutat selbst auswählst, kannst du potenzielle Allergieauslöser konsequent weglassen.
  • Bessere Verdauung: Französische Bulldoggen sind berühmt-berüchtigt für ihre Blähungen. Mit einer Barf-Ernährung kann die Verdauung optimal unterstützt und die Neigung zu unangenehmen Blähungen erfahrungsgemäß reduziert werden.
  • Gesundes Fell und vitale Haut: Ein glänzendes, weiches Fell und eine vitale Haut werden durch die naturnahen Nährstoffe bestmöglich gefördert.
  • Gesunde Zähne: Das Kauen auf Fleisch und weichen Knochen unterstützt die natürliche Zahnreinigung.

Die biologischen Grundlagen: Wie ist ein Barf-Napf aufgebaut?

Das Prinzip der Barf-Fütterung basiert nicht darauf, dem Hund einfach nur ein Stück Fleisch hinzuwerfen. Es geht um die richtige Balance aller wichtigen Nährstoffe. Ein klassischer Barf-Plan für einen erwachsenen Hund teilt sich in einen tierischen Anteil (ca. 80 %) und einen pflanzlichen Anteil (ca. 20 %) auf.

 

Der tierische Anteil (80 %)

Der fleischige Part liefert dem Frenchie die nötige Energie, Proteine und Fette. Er setzt sich wie folgt zusammen:

  1. Muskelfleisch (ca. 50 %): Der Hauptenergielieferant – es bringt deinem Hund hochwertige Proteine und essentielle Fettsäuren.
  2. Pansen und Blättermagen (ca. 20 %): Besonders Pansen ist ein echtes Superfood für Hunde. Dabei profitiert dein Liebling von wichtigen Ballaststoffen und nährstoffreichen Rückständen, die einen wertvollen Beitrag zu einer harmonischen Verdauung leisten.
  3. Innereien (ca. 15 %): Sie sind die Vitaminquelle der Fütterung. Hierzu gehören Leber, Milz, Niere, Lunge und Herz. Vor allem Leber füllt die Vitamin A-Reserven.
  4. Rohe fleischige Knochen (RFK) (ca. 15 %): Sie dienen als Hauptkalziumquelle. Knochen dürfen niemals gekocht werden, da sie sonst splittern und den Hund lebensgefährlich verletzen können!

 

Der pflanzliche Anteil (20 %)

Hunde sind zwar Fleischfresser (Karnivoren), benötigen für eine geregelte Verdauung aber auch Ballaststoffe.

  1. Gemüse (75 % des pflanzlichen Anteils): Gut geeignet sind Blattsalate, Gurken, Karotten, Zucchini und Kürbis. Gemüse sollte immer püriert oder gedünstet werden, damit der Hund die Nährstoffe aufnehmen kann.
  2. Obst (25 % des pflanzlichen Anteils): Äpfel, Birnen und Beeren liefern wertvolle Antioxidantien. Achtung: Weintrauben und Rosinen sind für Hunde giftig!


Unsere Barf-Komplettmenüs enthalten bereits alle benötigten natürlichen Zusätze. Das bedeutet, dass alle wichtigen Komponenten wie Muskelfleisch, Innereien, Knochenanteile sowie pflanzliche Komponenten im richtigen Verhältnis vorhanden sind.

zwei französische Bulldoggen Welpen liegen auf dem Boden

Die richtige Futtermenge für die Französische Bulldogge

Die optimale Futtermenge hängt von verschiedenen Faktoren ab: Alter, Gewicht, Aktivitätslevel und Kastrationsstatus. Als Faustregel für einen ausgewachsenen, normal aktiven Bully gilt: 2 % bis 2,5 % des Körpergewichts pro Tag.

Beispielrechnung für einen 12 kg schweren, ausgewachsenen Frenchie (bei 2,5 %):

  • Gesamtmenge pro Tag: 300 Gramm
  • Tierischer Anteil (80 %): 240 Gramm (aufgeteilt in Muskelfleisch, Pansen, Innereien, Knochen)
  • Pflanzlicher Anteil (20 %): 60 Gramm (püriertes Obst und Gemüse)

 

Diese Tagesration kann auf zwei Mahlzeiten (morgens und abends) aufgeteilt werden, um den Magen-Darm-Trakt der Bulldogge zu schonen.

Besonderheiten der Französischen Bulldogge beim Barfen

Wer eine Französische Bulldogge hält, weiß, dass diese Rasse ein paar anatomische und gesundheitliche Besonderheiten mitbringt.

 

1. Die Brachyzephalie (Kurzköpfigkeit)

Aufgrund ihrer kurzen Schnauze neigen Bullys dazu, Futter hastig herunterzuschlingen. Große Fleischstücke oder harte Knochen können hierbei verschluckt werden und im Hals stecken bleiben.

Tipp: Nutze zu Beginn gemahlenes Fleisch und gewolfte Knochen. Wenn du Knochen am Stück füttern willst, eignen sich weiche Hühnerhälse oder Kalbsbrustbeinknochen, die du am besten anfangs mit der Hand festhältst.

 

2. Neigung zu Übergewicht

Bullys sind gemütliche Zeitgenossen. Da sie im Sommer weniger aktiv sind, setzen sie schnell Fett an. Übergewicht belastet die Gelenke und die Atmung massiv.

Tipp: Achte auf den Fettgehalt im Muskelfleisch. Er sollte optimalerweise bei ca. 15 % bis 20 % liegen. Setzt der Hund an, reduziere nicht die Gesamtmenge, sondern wähle mageres Fleisch und füttere mehr ballaststoffreiches Gemüse.

 

3. Allergien und Unverträglichkeiten

Die Französische Bulldogge führt die Listen der Allergiker-Hunde leider meist an. Häufig reagieren sie auf Proteine aus Rind oder Huhn, die in Standard-Trockenfutter enthalten sind.

Tipp: Beim Barf-Futter kannst du eine Ausschlussdiät mit einer exotischen Fleischquelle (z. B. Pferd, Ziege oder Känguru) starten, um herauszufinden, was dein Hund verträgt.

Wichtige Zusätze beim Barfen

Biologisch artgerechte Rohfütterung deckt über Fleisch und Gemüse allein noch nicht alle Mikronährstoffe ab, wenn du die Rationen für deinen Bully selbst zusammenstellst und keine fertigen Komplettmenüs nutzt. In diesem Fall gehören folgende Zusätze in eine ausgewogene Rohfütterung:

  • Hochwertiges Öl: Omega-3-Fettsäuren sind essenziell, da der Hundekörper sie nicht selbst herstellen kann. Lachsöl, Hanföl oder Leinöl sorgen für eine gesunde Haut und glänzendes Fell.
  • Seealgenmehl: Es sichert die Jodversorgung, die für die Schilddrüse des Hundes lebensnotwendig ist. Die Dosierung muss jedoch exakt auf das Gramm genau berechnet werden.
  • 3-6-9-Ölmischungen oder Dorschlebertran: Wenn nicht regelmäßig Fisch oder Leber gefüttert wird, hilft Dorschlebertran (sparsam dosiert) bei der Vitamin-D-Versorgung.
Französische Bulldogge schläft im Körbchen

Barfen in verschiedenen Lebensphasen: Welpen vs. Senioren

Das Alter deines Hundes bestimmt die benötigte Nährstoffzusammensetzung.

 

Welpen und Junghunde im Wachstum

Welpen der Französischen Bulldogge befinden sich im ersten Lebensjahr in einer rasanten Wachstumsphase. Ein Mangel oder ein Überschuss an Kalzium und Phosphor kann hier Schäden am Skelett und den Gelenken verursachen.

Wichtig: Welpen benötigen eine deutlich höhere Futtermenge (5 bis 8 % ihres aktuellen Körpergewichts) und einen exakt berechneten Kalziumanteil. Wer seinen Bully-Welpen barfen möchte, sollte dies mit einem Ernährungsberater für Hunde oder einem Tierarzt abstimmen.

 

Der Frenchie-Senior

Mit fortschreitendem Alter verlangsamt sich der Stoffwechsel. Senior-Bullys bewegen sich weniger und benötigen weniger Energie, dafür aber leichter verdauliche Proteine und Unterstützung für die Gelenke (z. B. durch Grünlippmuschelpulver). Zudem sollten die Knochenrationen reduziert werden, da die Verdauungsträgheit im Alter sonst zu Knochenkot führen kann.

Barfen bei deiner Französischen Bulldogge muss nicht kompliziert sein: Unsere Komplettmenüs enthalten bereits alle benötigten Zusätze im richtigen Verhältnis. Erkunde jetzt unseren Shop und finde artgerechtes Futter für deinen Hund!

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Häufig gestellte Fragen

Im klassischen Barf-Konzept wird auf Getreide verzichtet, da der Hund den Großteil seiner Energie aus tierischen Fetten und Proteinen zieht. Zudem sind viele Französische Bulldoggen allergisch oder allergieanfällig gegenüber Gluten. Wenn dein Frenchie jedoch sehr aktiv ist oder Probleme hat, sein Gewicht zu halten, können glutenfreie Pseudogetreide (z. B. gekochter Amaranth, Hirse oder Quinoa) in kleinen Mengen gefüttert werden.

Knochenkot entsteht, wenn der Hund zu viele Knochen auf einmal frisst oder die Knochen nicht richtig verdauen kann. Der Kot wird dann weiß, extrem hart und krümelig, was zu schmerzhafter Verstopfung führen kann. Du verhinderst ihn, indem du die Knochenmenge exakt berechnest, Knochen immer nur zusammen mit Fleisch (regt die Magensäureproduktion an) fütterst und im Zweifel auf weichere Knochen oder Knochenmehl ausweichst.

Aufgrund ihrer Anatomie neigen viele Französische Bulldoggen zum Schlingen. Nutze einen Antischlingnapf oder füttere das Fleisch im gewolften Zustand. Größere Stücke können auch tiefgefroren oder leicht angefroren gegeben werden, sodass der Hund gezwungen ist, Stücke abzubeißen, statt sie im Ganzen zu schlucken.

Es wird davon abgeraten, Barf in derselben Mahlzeit mit Trockenfutter oder Nassfutter zu mischen. Rohfleisch, Dosenfutter und Trockenpellets haben völlig unterschiedliche Verdauungszeiten. Eine Mischung von Hundefutter kann bei der sensiblen Bulldogge zu Magen-Darm-Problemen, Fehlgärungen und Blähungen führen. Zwischen einer Fertigfutter-Mahlzeit und einer Barf-Mahlzeit sollten mindestens 12 Stunden liegen.

Matthias Block

Gründer von BARF-BOX & BARF-Experte

„Ich habe BARF-BOX gegründet, weil mein Hund Bobby starke Unverträglichkeiten hatte – heute weiß ich, wie wichtig eine wirklich passende Ernährung ist.“

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