Barf Fütterungsmenge

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30.06.2026

Matthias Block

Gründer von BARF-BOX & BARF-Experte

Matthias Block

Gründer von BARF-BOX & BARF-Experte

Matthias Block

Gründer von BARF-BOX & BARF-Experte

„Ich habe BARF-BOX gegründet, weil mein Hund Bobby starke Unverträglichkeiten hatte – heute weiß ich, wie wichtig eine wirklich passende Ernährung ist.“

Entwickelt seit 2017 bedarfsgerechte Barf-Menüs gemeinsam mit Ernährungsexperten

Fokus auf echte Lebensmittelqualität – 100 % naturbelassen, ohne Zusätze

Unser Ziel: BARF so einfach und sicher machen, dass jeder Hund davon profitiert

Die richtige Barf-Fütterungsmenge: So voll wird der Napf deines Hundes

Du stehst in der Küche, die Waage zeigt auf das Gramm genau an, und trotzdem beschleicht dich dieses unruhige Gefühl. Bekommt der Hund gerade wirklich das, was er braucht? Oder hungert er heimlich, während er dich mit diesen riesigen Kulleraugen anschaut? Keine Sorge, dieses anfängliche Rätselraten kennen alle, die auf Barf umstellen. Die Frage, wie viel Barf am Tag deinen Hund glücklich macht, lässt sich aber ziemlich unkompliziert beantworten. Wir schauen uns an, was dein Hund tatsächlich im Napf benötigt.

Die Grundlagen: Wie viel Barf braucht mein Hund eigentlich?

Jeder Hund tickt anders. Ein träger Mops verbraucht weniger Energie als ein hyperaktiver Border Collie, der den ganzen Tag Schafe hütet. Wenn du dich fragst, wie viel Barf dein Hund braucht, startest du am besten mit einer einfachen Faustformel für erwachsene Tiere. Man rechnet in der Regel mit 2 bis 3 Prozent des Körpergewichts als tägliche Futterration. Das ist dein Startpunkt. Ein Hund mit 20 Kilo Körpergewicht bekommt also anfangs etwa 400 bis 600 Gramm Futter am Tag. Das ist die grobe Barf-Fütterungsempfehlung, an der du dich orientieren kannst.

Ob du diese Menge auf eine oder zwei Mahlzeiten aufteilst, hängt von den Fressgewohnheiten deines Vierbeiners ab. Manche Hunde lieben ein großes Festmahl, andere bekommen von zu viel Futter auf einmal Magengrummeln. Schau einfach, womit dein Hund im Alltag am besten zurechtkommt.

Die Barf-Tabelle für den Hund: Der Speiseplan im Überblick

Die Gesamtfuttermenge ist nur die halbe Miete. Dein Hund benötigt eine ausgewogene Futterzusammensetzung, damit keine Nährstoffe fehlen. Bei der biologisch artgerechten Rohfütterung orientieren wir uns am Aufbau eines Beutetiers. Eine typische Futteraufteilung sieht daher wie folgt aus:

  • 70 bis 80 Prozent tierische Komponenten: Fleisch, Innereien und Knochen.
  • 20 bis 30 Prozent pflanzliche Komponenten: Gemüse, Obst und eventuell Flocken oder Kräuter.

 

Hier ist eine Übersicht für einen erwachsenen, normal aktiven Hund als Orientierung:

Komponente

Anteil der Ration

Was gehört dazu?

Muskelfleisch

50 % des tierischen Anteils

Rindfleisch, Geflügel, Lamm (auf guten Fettgehalt achten)

Pansen / Blättermagen

20 % des tierischen Anteils

Rinderpansen, Blättermagen

Innereien

15 % des tierischen Anteils

Leber, Niere, Milz, Lunge, Herz

Rohe fleischige Knochen

15 % des tierischen Anteils

Hühnerhälse, Rinderbrustbein (Knochenanteile beachten)

Gemüse & Obst

100 % des pflanzlichen Anteils

Pürierter Salat, Karotten, Kürbis, Äpfel

 

Diese Aufteilung sorgt dafür, dass das Nährstoffprofil stimmt und dein Hund alle Vitamine und Mineralstoffe bekommt. Das ist der große Unterschied zu Fertigfutter wie Trockenfutter oder klassischem Nassfutter. Mit Barf bestimmst du die Qualität der Rohstoffe selbst.

Wie viel Fleisch beim Barfen pro Kilo beim Hund: Der Fleischanteil im Fokus

Schauen wir uns den tierischen Part genauer an. Wenn du wissen willst, wie viel Barf Fleisch dein Hund pro Kilo benötigt, rechnest du zuerst den tierischen Gesamtanteil aus. Bleiben wir beim Beispiel mit dem 20-Kilo-Hund und 500 Gramm Gesamtfutter. Bei einer Aufteilung von 80 Prozent Fleisch und 20 Prozent Gemüse landen 400 Gramm tierische Produkte im Napf.

Davon zieht man nun die verschiedenen Stücke ab. Den größten Teil nimmt das Muskelfleisch ein. Rohes Fleisch liefert die nötige Energie und dient als primäre Proteinquelle. Achte hier unbedingt auf den Fettgehalt. Zu mageres Fleisch liefert nicht genug Energie, wodurch der Körper stattdessen Proteine verbrennen muss. Das belastet die Organe. Ein Fettgehalt von 15 bis 20 Prozent im Muskelfleisch ist ideal.

Beispielrechnung für einen 20-kg-Hund (2,5 % Fütterungsmenge = 500 g gesamt):

  • Tierischer Anteil (80 %): 400 g
  • Muskelfleisch (50 %): 200 g
  • Pansen/Blättermagen (20 %): 80 g
  • Innereien (15 %): 60 g
  • Knochen (15 %): 60 g
  • Pflanzlicher Anteil (20 %): 100 g

 

Tipp: Trage das Gewicht, die Lebensphase und Futterart deines Vierbeiners einfach in einen kostenlosen Barf-Rechner ein – das Tool spuckt dir unkompliziert die passende Futteraufteilung für den Napf aus.

Dir qualmt der Kopf vom ganzen Prozentrechnen?

Keine Sorge, du musst nicht zum Mathe-Genie werden, um deinen Hund artgerecht zu ernähren. Mit unseren Barf-Menüs übernehmen wir das Rechnen, Abwiegen und Portionieren für dich! Jedes Menü ist nach biologischen Kriterien so zusammengestellt, wie dein Hund es braucht. Schneller und sicherer geht Barfen nicht.

Der Hund im Wandel: Welpen, Senioren und das Aktivitätslevel

Fröhlicher Hund wälzt sich auf der Wiese

Ein starrer Futterplan funktioniert selten ein Leben lang. Die benötigte Barf-Menge beim Hund verändert sich mit dem Alter, der Rasse und dem Gesundheitszustand deines Tieres.

Junge Wilde in der Wachstumsphase

Welpen und Junghunde befinden sich mitten im Wachstum. Ihr Verdauungstrakt leistet Schwerstarbeit und der Energiegehalt des Futters muss hoch sein. Ein Welpe benötigt ab der ersten Lebenswoche nach der Muttermilch deutlich mehr Futter im Verhältnis zu seinem Gewicht als ein ausgewachsener Hund. Hier spricht man oft von 4 bis 8 Prozent des aktuellen Körpergewichts. Der Nährstoffbedarf, insbesondere das Calcium-Phosphor-Verhältnis für den Knochenaufbau, ist hier sehr sensibel.

Gemütliche Senioren

Ein Senior fährt seinen Stoffwechsel langsam herunter. Das Aktivitätslevel sinkt, die Muskelmasse nimmt ab. Wenn du jetzt die gleiche Futtermenge beibehältst, setzt der Hund schnell Fett an. Passe die Futterration an den veränderten Kalorienbedarf an und wähle leicht verdauliche Komponenten.

Sportskanonen und Couchpotatoes

Die Aktivität wirkt sich auf den Futterbedarf aus. Ein Hund, der täglich Stunden am Fahrrad läuft, braucht mehr Kalorien im Napf als ein Vierbeiner, der lieber gemütlich um den Block schnüffelt. Auch das Hormonlevel spielt eine Rolle: Kastrierte Hunde neigen manchmal dazu, Futter besser zu verwerten, und benötigen etwas weniger im Napf.

Kontrolle im Alltag: Rippen und Taille statt Waage

Der beste Indikator für die richtige Futtermenge ist die Körperform deines Hundes. Mach wöchentlich den einfachen Handtest:

  • Die Rippen: Du solltest die Rippen deines Hundes ohne Druck gut fühlen können. Wenn du festdrücken musst, um die Knochen zu spüren, ist die Fettabdeckung zu hoch.
  • Die Taille: Von oben betrachtet sollte hinter dem Rippenbogen eine deutliche Verjüngung zu sehen sein.
  • Die Silhouette: Von der Seite betrachtet geht die Bauchlinie hinter den Rippen schräg nach oben.

 

Siehst du die Rippen schon von Weitem durch das Fell schimmern? Dann erhöhst du die Menge oder wählst Fleisch mit mehr Fett. Verschwindet die Taille? Dann kürze die Futterration ein wenig.

Futterzusätze: Was gehört noch in den Napf?

Biologisch artgerechtes rohes Futter besteht nicht nur aus Fleisch und Gemüse. Ein ganzes Beutetier liefert dem Wolf in der Natur auch Blut, Fell und den Mageninhalt samt vorverdauter Nahrung. Da wir nicht ganze Rehe verfüttern, gleichen wir das über gezielte Ergänzungsfuttermittel aus.

  • Omega-3-reiche Öle: Lachsöl oder spezielles Barf-Öl liefern wichtige Fettsäuren.
  • Seealgenmehl: Enthält Jod, das im normalen Fleisch fehlt.
  • Algenkalk oder Knochenmehl: Falls du keine echten Knochen füttern kannst oder willst, sichert das die Versorgung mit Calcium.
  • Dorschlebertran: Bringt die Vitamine A und D in den Speiseplan, falls du zu wenig Leber fütterst.

 

Verzichte auf künstliche Multivitamin- und Mineralstoff-Booster, wenn dein Futterplan bereits abwechslungsreich gestaltet ist. Zu viele Zusätze schaden der Tierernährung mehr, als sie helfen. Wenn dein Hund spezielle Unverträglichkeiten zeigt, sprichst du am besten mit einem Ernährungsberater oder einem Tierarzt, der sich mit Rohfütterung auskennt. Er kann dir auch sagen, ob du bei bestimmten Rassen auf Besonderheiten wie den Taurin-Bedarf achten musst.

Praktische Tipps für die sichere Barf-Fütterung

Das Thema Salmonellen und Bakterien verunsichert viele Einsteiger. Ein gesunder Hund besitzt jedoch eine sehr aggressive Magensäure und einen kurzen Verdauungstrakt, der mit Keimen im rohen Fleisch gut fertig wird. Trotzdem solltest du bei der Lagerung und Zubereitung auf normale Küchenhygiene achten: Fleisch im Kühlschrank auftauen und nicht tagelang offenstehen lassen, Schalen heiß abwaschen. Wenn du Fisch verfütterst, friere ihn vorher für ein paar Tage tief ein, um eventuelle Parasiten abzutöten.

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Häufig gestellte Fragen

Mische die beiden Futterarten lieber nicht direkt in einer Mahlzeit. Trocken- und Nassfutter haben völlig unterschiedliche Verdauungszeiten. Rohes Fleisch verdaut sich schnell, während Trockenfutter lange im Magen liegt. Das führt bei vielen Hunden zu Blähungen oder Bauchschmerzen. Halte lieber einen Abstand von mindestens 12 Stunden ein, wenn du beide Fütterungsarten kombinieren möchtest.

Überprüfe zuerst den Fettgehalt im Muskelfleisch. Wenn du nur mageres Geflügel- oder Rindfleisch fütterst, fehlt dem Hund die nötige Energie. Er verbrennt dann Proteine, was ihn auf Dauer auszehrt. Erhöhe den Fettanteil im Fleisch schrittweise auf rund 15 bis 20 Prozent oder gib reines Tierfett dazu. Bleibt das Gewicht trotzdem niedrig, lass den Gesundheitszustand von einem Tierarzt checken.

Nein, das musst du nicht. Auch wir Menschen essen nicht jeden Tag ein perfekt ausbalanciertes Menü. Wichtig ist, dass die Bilanz über einen Zeitraum von etwa zwei bis drei Wochen stimmt. Wenn es diese Woche mal weniger Innereien gab, gleichst du das einfach in der nächsten Woche wieder aus. Hundeprofis empfehlen, die Futterpläne flexibel, aber über den Monat ausgewogen zu gestalten.

Matthias Block

Gründer von BARF-BOX & BARF-Experte

„Ich habe BARF-BOX gegründet, weil mein Hund Bobby starke Unverträglichkeiten hatte – heute weiß ich, wie wichtig eine wirklich passende Ernährung ist.“

Entwickelt seit 2017 bedarfsgerechte Barf-Menüs gemeinsam mit Ernährungsexperten

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