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Matthias Block
Gründer von BARF-BOX & BARF-Experte
Matthias Block
Gründer von BARF-BOX & BARF-Experte
„Ich habe BARF-BOX gegründet, weil mein Hund Bobby starke Unverträglichkeiten hatte – heute weiß ich, wie wichtig eine wirklich passende Ernährung ist.“
Entwickelt seit 2017 bedarfsgerechte Barf-Menüs gemeinsam mit Ernährungsexperten
Fokus auf echte Lebensmittelqualität – 100 % naturbelassen, ohne Zusätze
Unser Ziel: BARF so einfach und sicher machen, dass jeder Hund davon profitiert
Kleine Hunde barfen: So klappt die Rohfütterung bei den Minis ohne Stress
Du stehst in der Küche, auf dem Schneidebrett reihen sich Fleischwürfel an Gemüse und daneben sitzt dein Chihuahua oder Yorkshire Terrier und schaut dich mit großen Augen an. Viele Besitzer kleiner Hunderassen zweifeln im ersten Moment, ob die Rohfütterung für ihren Mini-Vierbeiner überhaupt machbar ist. Die gute Nachricht vorweg: Das Verdauungssystem und der Magen-Darm-Trakt von Zwergspitz, Pomeranian und Co. funktionieren genau wie bei einer Dogge. Du musst das Futter lediglich an die kleine Kieferstruktur und den besonderen Stoffwechsel anpassen.
- Was du beim Barf für kleine Hunde beachten musst
- Die richtige Zusammensetzung: Fleisch, Innereien und Knochen
- Fertigbarf für kleine Hunde: Die bequeme Alternative für den Alltag
- Futterzusätze und Mikronährstoffe im Blick behalten
- Schritt-für-Schritt-Anleitung für die erste Fütterung
- Häufig gestellte Fragen
Was du beim Barf für kleine Hunde beachten musst
Kleine Hunde sind biologisch gesehen Wölfe im Miniformat. Allerdings unterscheidet sich ihr Nährstoffbedarf in einem Punkt ganz gewaltig von großen Rassen:
- Höherer Energiebedarf: Kleine Rassen verbrennen durch ihre hohe Atemfrequenz und viel Bewegung reichlich Energie.
- Hohe Energiedichte: Der Magen ist winzig, weshalb die Energiedichte im Futter hoch sein muss.
- Mehr Fett: Statt einfach nur mehr Fleisch zu füttern, hilft ein höherer Anteil an Fett im Napf, um den Energiebedarf zu decken.
- Geringe Kauleistung: Große, harte Brocken überfordern die Zähne und die Kiefermuskulatur.
Wenn du die Futterration berechnest, merkst du schnell, dass die relative Futtermenge prozentual höher liegt als bei großen Hunden. Während ein Schäferhund oft mit 2 Prozent seines Körpergewichts auskommt, benötigt ein kleiner Vierbeiner nicht selten 3 bis 5 Prozent an täglichem Futter.
Die richtige Zusammensetzung: Fleisch, Innereien und Knochen
Eine ausgewogene Barf-Ration für kleine Hunderassenteilt sich in 80 % tierischen Anteil (davon 50 % Muskelfleisch, 20 % Pansen/Blättermagen, 15 % Innereien, 15 % Knochen) und 20 % pflanzlichen Anteil (75 % Gemüse und 25 % Obst) auf.
Das Fleisch und die Innereien
Nutze leicht verdauliche Fleischsorten wie Huhn, Geflügel oder Lammfleisch für den Einstieg. Auch Rind eignet sich hervorragend, sofern keine Futtermittelunverträglichkeiten vorliegen. Das Rohprotein liefert die Bausteine für die Muskeln, während der Fettgehalt die nötige Energie liefert. Pansen und Blättermagen bringen wichtige Enzyme für eine gesunde Verdauung mit.
Splittergefahr bei Knochen
Große Rinderknochen sind für kleine Vierbeiner tabu. Hier besteht akute Verletzungsgefahr und die Zähne könnten Schaden nehmen. Nutze stattdessen weiche Hühnerhälse oder gewolfte Knochen. Wenn dir das Risiko wegen einer möglichen Splittergefahr zu hoch ist oder dein Hund Probleme mit dem Kauen hat, weiche auf eine alternative Calciumquelle aus. Knochenmehl oder Eierschalenpulver lassen sich grammgenau unter das Futter mischen und sichern die Versorgung mit diesem wichtigen Mineral.
Fertigbarf für kleine Hunde: Die bequeme Alternative für den Alltag
Nicht jeder Hundebesitzer möchte täglich Mikromengen an Innereien abwiegen oder hat Platz für einen riesigen Gefrierschrank. Genau hier kommt Fertigbarf für kleine Hunde ins Spiel. Diese praktischen Komplettmenüs oder Komplett-Mixe sind bereits fix und fertig abgemischt und enthalten das richtige Verhältnis aus Fleisch, Fett und Mineralien.
Achte beim Kauf von Fertigbarf auf folgende Punkte:
- Abpackung: Kleine Würfel oder flache Taler (z. B. 100-Gramm-Portionen) tauen schnell auf und erleichtern die Portionierung.
- Deklaration: Die Zusammensetzung muss transparent auflisten, wie viel Prozent Muskelfleisch, Innereien und Knochen enthalten sind.
- Keine unnötigen Füllstoffe: Ein gutes Futter kommt ohne Getreide oder billige pflanzliche Nebenerzeugnisse aus.
Falls du im Urlaub bist oder das Einfrieren komplett umgehen willst, bietet Trockenbarf oder gefriergetrocknetes Barf eine gute Alternative. Du weichst es einfach vor der Fütterung mit etwas Wasser auf. So bleibt die Fütterung im Urlaub bestehen.
Futterzusätze und Mikronährstoffe im Blick behalten
Auch bei einer sauberen Rohfütterung fehlen oft bestimmte Vitamine und Spurenelemente, die Wildtiere über das komplette Beutetier aufnehmen. Kleine Hunde reagieren sehr sensibel auf Mängel, weshalb eine gezielte Mikronährstoffversorgung Pflicht ist.
Folgende Futterzusätze gehören standardmäßig in den Futterplan:
- Seealgenmehl: Liefert das für die Schilddrüse notwendige Jod. Bitte extrem genau abwiegen!
- Lachsöl oder Barf-Öl: Versorgt den Körper mit lebenswichtigen Omega-3-Fettsäuren, die gut für Haut, Fell und Gelenke sind.
- Dorschlebertran: Dient als wichtige Quelle für Vitamin D, falls kein frischer Fisch gefüttert wird.
Ergänze die Futterportion regelmäßig mit püriertem Gemüse wie Karotten oder Zucchini. Das liefert Ballaststoffe, schont einen empfindlichen Magen und sorgt dafür, dass die Kotmenge gering und fest bleibt.
Schritt-für-Schritt-Anleitung für die erste Fütterung
- Bedarf ermitteln: Nutze einen Barf-Rechner, um die tägliche Futtermenge festzulegen.
- Futter besorgen: Kaufe entweder gewolfte Einzelkomponenten oder greife zu praktischen Menüs.
- Portionieren: Bereite die Rationen für eine Woche vor und friere sie portionsweise ein. Bei unseren Komplettmenüs fällt dieser Schritt weg.
- Auftauen: Taue das Futter immer im Kühlschrank auf und füttere es ausschließlich zimmerwarm.
- Beobachten: Achte auf die Verdauung und das Gewicht deines Minis, um die Fütterungsempfehlung bei Bedarf anzupassen.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich meinem kleinen Hund auch normale Knochen vom Metzger geben?
Besser nicht. Große, harte Rinder- oder Schweineknochen können die Zähne deines Hundes beschädigen oder zu Verstopfungen (Knochenkot) führen. Nutze stattdessen gewolfte Knochen und Hühnerhälse oder weiche direkt auf Knochenmehl aus.
Wie lagere ich die kleinen Portionen am besten?
Da kleine Hunde nur minimale Mengen pro Tag fressen, lohnt sich das Einfrieren in Eiswürfelformen oder speziellen Mini-Dosen. So kannst du exakt die Menge entnehmen, die du für einen Tag brauchst, ohne dass das Fleisch zu lange im Kühlschrank liegt.
Mein Hund hat einen empfindlichen Magen. Ist Barf trotzdem geeignet?
Ja, oft verbessern sich Unverträglichkeiten durch die Umstellung auf frisches Futter sogar, da du jede Komponente selbst kontrollierst. Starte bei einem empfindlichen Magen mit einer leicht verdaulichen Proteinquelle wie Huhn oder Pute und dämpfe das Gemüse anfangs leicht an.
Reicht Fleisch alleine als Ergänzungsfuttermittel aus?
Nein, reines Fleisch führt schnell zu schweren Mangelerscheinungen. Eine gesunde Barf-Ernährung basiert immer auf dem Zusammenspiel aus Fleisch, Innereien, Knochen (oder Ersatz-Calcium), Pflanzenanteilen und passenden Ernährungszusätzen wie Seealgenmehl und Öl.
Matthias Block
Gründer von BARF-BOX & BARF-Experte
„Ich habe BARF-BOX gegründet, weil mein Hund Bobby starke Unverträglichkeiten hatte – heute weiß ich, wie wichtig eine wirklich passende Ernährung ist.“
Entwickelt seit 2017 bedarfsgerechte Barf-Menüs gemeinsam mit Ernährungsexperten
Fokus auf echte Lebensmittelqualität – 100 % naturbelassen, ohne Zusätze
Unser Ziel: BARF so einfach und sicher machen, dass jeder Hund davon profitiert