Australian Shepherd barfen

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26.06.2026

Matthias Block

Gründer von BARF-BOX & BARF-Experte

Matthias Block

Gründer von BARF-BOX & BARF-Experte

Matthias Block

Gründer von BARF-BOX & BARF-Experte

„Ich habe BARF-BOX gegründet, weil mein Hund Bobby starke Unverträglichkeiten hatte – heute weiß ich, wie wichtig eine wirklich passende Ernährung ist.“

Entwickelt seit 2017 bedarfsgerechte Barf-Menüs gemeinsam mit Ernährungsexperten

Fokus auf echte Lebensmittelqualität – 100 % naturbelassen, ohne Zusätze

Unser Ziel: BARF so einfach und sicher machen, dass jeder Hund davon profitiert

Australian Shepherd barfen: Der unkomplizierte Leitfaden für deinen Wirbelwind

Du stehst in der Küche, das Schneidebrett liegt bereit und dein Aussie fixiert jede deiner Bewegungen mit diesem unbändigen Hütehund-Blick. Viele Besitzer fragen sich, ob die Barf-Methode für diese aktive Hunderasse überhaupt alltagstauglich ist. Schließlich liest man im Netz komplizierte Anleitungen, die eher an ein Chemielabor als an eine normale Fütterung erinnern. Vergiss den Stress. Beim Barfen vom Australian Shepherd kommt es vor allem auf die passenden Verhältnisse im Napf an.

Ein Aussie ist kein Couchpotato. Diese Hunde bringen einen enormen Bewegungsdrang mit; sie arbeiten als Rettungshund oder hüten im Kopf immer noch Schafherden. Das bedeutet auch: Ihr Stoffwechsel läuft auf Hochtouren. Wer hier einfach nur wahllos rohes Fleisch in den Napf wirft, riskiert Mängel. Mit dem richtigen Barf-Modell stellst du sicher, dass dein Hund alle wichtigen Stoffe bekommt, die er für sein aktives Leben braucht.

Warum das Barfen beim Australian Shepherd sinnvoll ist

Der Aussie stammt, anders als der Name vermuten lässt, nicht direkt aus Australien, sondern wurde in den USA aus verschiedenen Schäferhundrassen für die Arbeit an Rinder- und Schafherden gezüchtet. Seine Genetik ist auf Leistung ausgelegt. Viele Besitzer kämpfen bei dieser Rasse jedoch mit einem empfindlichen Magen, Unverträglichkeiten oder schlechtem Fell.

Hier spielt die biologisch artgerechte Rohfütterung ihre Vorteile aus. Du bestimmst jede einzelne Zutat selbst. Anders als bei manchem Fertigfutter, das mit Füllstoffen gestreckt ist, siehst du im Barf-Napf genau, was drin steckt.

Einige Vorteile der Rohfütterung im Überblick:

  • Fester Kotabsatz: Der Darm verwertet frische Futterkomponenten deutlich besser. Die Haufen werden kleiner.
  • Weniger Zahnbelag: Das Kauen auf Fleisch und Knochen reibt Plaque mechanisch ab und sorgt für saubere Zähne.
  • Glänzendes Fell: Die Zufuhr von frischen Fetten zeigt sich schnell beim wöchentlichen Bürsten während der Fellpflege.
  • Starke Magensäure: Frische Fütterung senkt den pH-Wert im Magen. Das hilft dem Hund, Keime und Knochen problemlos zu verdauen.
Aussie beim Agility

Die Futtermenge berechnen: Wie viel braucht mein Aussie?

Ein ausgewachsener Australian Shepherd wiegt je nach Geschlecht und Größe meist zwischen 16 und 32 Kilogramm. Rüden sind dabei deutlich kräftiger als Hündinnen. Als Faustformel für den Tagesbedarf gilt: Ein normal aktiver Hund benötigt etwa 2 bis 2,5 Prozent seines Körpergewichts als Gesamtfuttermenge pro Tag. Falls du trotzdem unsicher bist, kannst du einen Barf-Rechner nutzen.

Beispiel für einen 20 kg schweren, normal aktiven Aussie: 

20 kg Körpergewicht x 2,5 % = 500 Gramm Gesamtfutter pro Tag

Teile diese Futtermenge am besten auf zwei Mahlzeiten auf. Wenn dein Hund sehr sportlich ist, am Vieh arbeitet oder als Rettungshund lange Strecken zurücklegt, kann der Bedarf auch auf 3 Prozent steigen. Beobachte einfach die Figur deines Hundes. Spürst du die Rippen beim Drüberstreichen leicht, passt die Menge. Siehst du die Knochen bereits deutlich, erhöhst du den Fettanteil oder die Gesamtmenge.

Der Futterplan: So teilen sich die Futterkomponenten auf

Das klassische Barf-Modell orientiert sich am Aufbau eines Beutetiers. Die tierischen Anteile machen dabei 80 Prozent des Napfes aus, die pflanzlichen Anteile 20 Prozent.

Tierischer Anteil (80 % vom Gesamtfutter)

  • Muskelfleisch (50 %): Das ist der Hauptenergielieferant. Verwende hier kein zu mageres Fleisch. Fett liefert dem Hütehund die nötige Energie. Rind, Geflügel oder Schaf eignen sich perfekt. Auch Pferd ist eine Option, besonders wenn Allergien im Raum stehen.
  • Pansen und Blättermagen (20 %): Pansen liefert vorverdaute Pflanzenreste und wichtige Bakterien für den Hundedarm.
  • Innereien (15 %): Hier stecken die meisten Vitamine drin. Nutze eine Mischung aus Leber, Niere, Milz, Lunge und Herz. Vor allem Leber liefert Vitamin A.
  • Rohe fleischige Knochen (15 %): Knochen sind der Hauptlieferant für Calcium. Weiche Geflügelknochen wie Hühnerhälse eignen sich für Einsteiger. Wichtig: Knochen niemals kochen, da sie sonst splittern und den Magen verletzen können!

 

Hinweis zum Schweinefleisch: Verfüttere niemals rohes Schweinefleisch. Es kann das Aujeszky-Virus enthalten, das für Hunde tödlich ist.

 

Pflanzlicher Anteil (20 % vom Gesamtfutter)

Der pflanzliche Anteil teilt sich in etwa 75 % Gemüse und 25 % Obst auf. Da Hunde die harten Zellwände von Pflanzen nicht selbst aufspalten können, musst du Obst und Gemüse immer pürieren oder gedünstet füttern.

  • Geeignetes Gemüse: Karotten, Zucchini, Gurken, Kürbis und Blattsalate.
  • Geeignetes Obst: Äpfel, Birnen und Beeren (z. B. Blaubeeren).
  • Tabu im Napf: Weintrauben, Rosinen, Zwiebeln, Knoblauch und rohe Kartoffeln.

Zusätze für die Jodversorgung und Gelenke

Eine ausgewogene Ernährung benötigt ein paar gezielte Ergänzungen, um Mängel zu vermeiden. Du musst nicht täglich eine Apotheke in den Napf mischen, aber manche Zusätze sichern die Grundversorgung.

 

Die Basics für jeden Plan

  1. Seealgenmehl: Unverzichtbar für die Jodversorgung. Da im Fleisch von Nutztieren kaum Jod steckt, gleicht das Seealgenmehl diesen Mangel aus. Die Dosierung muss präzise nach Gewicht erfolgen.
  2. Omega-3-Fettsäuren: Fleisch enthält viele Omega-6-Fettsäuren. Um ein gesundes Gleichgewicht herzustellen, fütterst du Fischöl oder Fischsorten wie Lachs. Pflanzliche Alternativen wie Leinöl nutzt der Hundefutter-Plan zwar auch, der Hundekörper verwertet tierische Omega-3-Fettsäuren aber besser. Achtung bei der Fischauswahl: Manche Arten enthalten Thiaminase, ein Enzym, das Vitamin B1 im Körper zerstört. Koche diese Fische vor dem Füttern kurz ab oder greife direkt zu Sorten wie Forelle.

 

Unterstützung für Knochen und Gelenke

Der Australian Shepherd ist ein agiler Hund. Leider zählen Hüftdysplasie, Hüftgelenksdysplasie und Ellenbogendysplasie zu den bekannten Erbkrankheiten und Gelenkserkrankungen der Rasse. Wer seinen Hund sportlich führt, kann die Gelenke frühzeitig unterstützen.

  • Hagebuttenpulver: Reich an wertvollem, natürlichem Vitamin C.
  • Kollagen-Hydrolysat: Gibt wichtige Aminosäuren, die als Bausteine im Körper dienen.
  • Grünlippmuschel-Pulver: Liefert wichtige Glykosaminoglykane für die Gelenkschmiere.
Australian Shepherd Welpen liegen im Körbchen

Sonderfall: Welpenzusatz und das Wachstum beim Aussie

Züchtest du gerade einen jungen Hund auf oder zieht bald ein Welpe ein? Beim Welpen musst du besonders auf das Calcium-Phosphor-Verhältnis achten. Ein Mangel oder ein Überschuss kann in der Wachstumsphase bleibende Schäden an den Knochen verursachen.

Nutze spezielle Futtertabellen für Welpen, da sich ihr Tagesbedarf im Wachstum ständig verändert. Ein passender Welpenzusatz kann in den ersten Monaten helfen, die Knochendichte optimal aufzubauen, falls du noch Respekt vor der Fütterung von echten Knochen hast.

Zeitmangel? Die Alternative mit Fertigbarf

Nicht jeder Besitzer hat die Zeit, um kiloweise Fleisch zu portionieren und Innereien grammgenau abzuwiegen. Wenn dir im Alltag der Platz oder die Muße für das genaue Abmessen der einzelnen Futterkomponenten fehlt, nehmen dir fertige Komplettmenüs die Arbeit in der Küche komplett ab.

Hochwertiges Fertigbarf orientiert sich direkt an den natürlichen Bedürfnissen des Hundes. Bei unseren Mischungen landen standardmäßig 80 bis 85 Prozent tierische Bestandteile wie Muskelfleisch, Innereien oder Pansen im Napf. Der Rest teilt sich in 15 Prozent Obst und Gemüse sowie wichtige Zusätze wie Leinöl und Kräuter auf. So fütterst du deinen Aussie ausgewogen, ohne dass du selbst zum Hobby-Metzger werden musst. Du wählst im Shop einfach deine passende Wunschbox aus, verstaust die Pakete in deiner Gefriertruhe und taust die Tagesportion für deinen Hütehund am Vorabend auf.

5 typische Fehler beim Barfen vermeiden

  1. Zu mageres Fleisch füttern: Hunde ziehen ihre Energie aus Fett, nicht aus Kohlenhydraten. Zu mageres Muskelfleisch macht den aktiven Aussie träge, weshalb der Fettanteil immer bei 15 bis 20 Prozent liegen sollte.
  2. Knochen ohne Fleisch servieren: Füttere rohe fleischige Knochen niemals isoliert. Erst das Fleisch regt die Produktion der Magensäure an, die der Hundekörper zum sicheren Zersetzen der Knochen benötigt.
  3. Gemüse und Obst am Stück füttern: Der Hundemagen kann pflanzliche Zellwände nicht selbst aufbrechen. Püriere Obst und Gemüse immer zu einem feinen Brei, damit dein Hund die Vitamine überhaupt aufnehmen kann.
  4. Den Innereien-Mix vernachlässigen: Wer aus Bequemlichkeit nur Leber füttert und Milz, Niere oder Lunge vergisst, riskiert Mängel. Jede Innerei liefert andere wichtige Stoffe und Mineralien für die Hunderasse.
  5. Aus Angst zu viel Calcium füttern: Zu viel Calcium lagert sich in den Knochen ab und führt zu schweren Gelenksverkrümmungen. Übertreibe es nicht mit Zusätzen oder Knochen und halte dich strikt an die Futtertabellen.

Abwechslungsreich und
individuell Barfen

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Häufig gestellte Fragen

Nein, rohes Fleisch macht Hunde nicht aggressiv. Das ist ein alter Mythos. Im Gegenteil: Ein chronisch hungriger Hund oder ein Tier mit Nährstoffmangel durch schlechtes Futter kann nervös und gereizt reagieren. Eine ausgewogene Barf-Nahrung sorgt für ein stabiles Energielevel.

Während des Fellwechsels benötigt der Körper mehr Proteine und Zink für die Bildung der neuen Haare. Erhöhe in dieser Zeit leicht die Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren über Fischöl und füttere hochwertige Innereien. Auch eine Prise Bierhefe unterstützt die Hautgesundheit.

Neben Gelenkserkrankungen wie der Hüftdysplasie kommen bei dieser Hunderasse auch Augenerkrankungen und Autoimmunerkrankungen vor. Zudem gibt es den bekannten MDR1-Gendefekt. Hunde mit diesem Defekt reagieren überempfindlich auf bestimmte Medikamente. Die Fütterung mit frischem Fleisch ist bei betroffenen Hunden sicher. Da du jede Zutat selbst auswählst, vermeidest du unnötige Zusatzstoffe im Napf.

Bei der Umstellung von Trockenfutter auf Barf reagieren manche Hunde kurzzeitig mit weichem Kot. Der Hundekörper muss sich erst auf die neue, frische Nahrung einstellen. Um den Übergang zu erleichtern, ist es hilfreich, das Fleisch in den ersten Tagen leicht zu überbrühen (für ca. 15 Sekunden in kochendes Wasser tauchen oder damit übergießen, bis sich die Oberfläche leicht verfärbt) und mit gut verdaulichem Gemüse wie gekochten Karotten zu starten. Das kurze Überbrühen tötet Keime auf der Fleischoberfläche ab und macht die Proteine für den noch ungewohnten Magen verdaulicher, während das Innere des Fleisches roh und nährstoffreich bleibt – wichtig ist hierbei nur, den abgekühlten Fleischsaft mitzufüttern und Knochen niemals zu erhitzen, da diese sonst splittern.

Matthias Block

Gründer von BARF-BOX & BARF-Experte

„Ich habe BARF-BOX gegründet, weil mein Hund Bobby starke Unverträglichkeiten hatte – heute weiß ich, wie wichtig eine wirklich passende Ernährung ist.“

Entwickelt seit 2017 bedarfsgerechte Barf-Menüs gemeinsam mit Ernährungsexperten

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