Matthias Block

|

|

30.04.2025

Sodbrennen beim Hund: Ursachen, Symptome und Behandlung

Sodbrennen beim Hund ist immer häufiger ein Thema, das Hundehalter beschäftigt. Viele Hunde haben vor allem nachts Probleme mit dem Magen. Doch was ist eigentlich der Grund für Sodbrennen und wie kannst du deinem Liebling helfen? Erfahre hier alles, was du wissen musst, wenn dein Hund an Sodbrennen leidet. Informiere dich über möglicher Ursachen und was du tun kannst, um deinem treuen Vierbeiner so schnell wie möglich zu helfen. Wir beantworten deine Fragen zu Sodbrennen beim Hund!

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste zusammengefasst

Beim Hund kann Sodbrennen verschiedene Ursachen haben und ist meist harmlos. In den meisten Fällen kann es mit Hausmitteln behandelt werden. Als verantwortungsvoller Halter solltest du das Verhalten deines Tieres immer gut beobachten, um Veränderungen und auch Sodbrennen beim Hund erkennen zu können. Tierärztlicher Rat ist von Nöten, wenn dein Hund chronisch unter Sodbrennen leidet.

Reflux beim Hund: Welche Hunde sind besonders betroffen?

Grundsätzlich kann ein Reflux bei jedem Hund auftreten. Allerdings leiden Jungtiere meist häufiger unter Sodbrennen. Der Grund: Der Mechanismus des Schließmuskels am Mageneingang muss sich erst noch entwickeln.

Außerdem sind Hunde mit bestimmten Vorerkrankungen häufiger von Sodbrennen betroffen. So sind z. B. Tiere mit Zwerchfellbruch besonders gefährdet. Denn ein Zwerchfellbruch kann zu einer vollständigen oder teilweisen Verlagerung des Magens in den Brustkorb führen.

Dadurch wird die Öffnung im Zwerchfell, durch die die Speiseröhre in den Magen mündet, schwächer. Das Ergebnis: Die Magensäure kann leichter in die Speiseröhre zurückfließen.

So entsteht Sodbrennen - Sodbrennen Hund vs. Mensch

Sodbrennen tritt sowohl bei Hunden als auch bei Menschen auf. Doch es gibt Unterschiede. Bei Hunden verläuft die Speiseröhre fast waagerecht, sodass die Magensäure schneller zurücklaufen kann als beim Menschen. Zusätzlich produzieren Hunde mehr Magensäure, um z. B. Knochen besser verdauen zu können.

Sodbrennen beim Hund

Bei Hunden verläuft die Speiseröhre fast waagerecht.

Zudem produziert ein Hund aufgrund generell mehr Magensäure als der Mensch.

Es kommt schneller zu Reflux.

Barf-Box-Logo

Was ist der Auslöser für Sodbrennen beim Hund?

Kurz gesagt: Sodbrennen beim Hund entsteht, wenn Magensäure in die Speiseröhre gelangt. In besonders ausgeprägten Fällen gerät sie sogar bis in den Mund-Nasenraum. Man spricht in diesem Zusammenhang von Reflux.

Was sind häufige Ursachen für Sodbrennen bei Hunden? 

Oft wird das Sodbrennen durch einen geschwächten oder defekten Schließmuskel am Mageneingang verursacht. Sodbrennen beim Hund kann aber auch durch falsche Ernährung, Stress, Medikamente und Übergewicht begünstigt werden. Auch anatomische Besonderheiten der jeweiligen Rasse spielen eine Rolle.

Sodbrennen vs. Reflux 

Die beiden Begriffe Sodbrennen und Reflux werden häufig gleichbedeutend verwendet. Allerdings bezeichnet Reflux den Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre. Sodbrennen ist lediglich das Symptom, das dabei auftritt.

Normalerweise gelangt das Futter vom Maul über die Speiseröhre in den Magen des Tieres. Dort beginnt die Nahrungsverdauung. Dabei befindet sich am Mageneingang ein Schließmuskel. Dieser ist dafür zuständig, dass weder die Magensäure noch der Nahrungsbrei in die Speiseröhre zurück gelangen.

Schließmuskel am Mageneingang. Ein geschwächter Schließmuskel führt oft zu Sodbrennen bei Hunden. Rechtzeitige Vorbeugung verhindert eine Speiseröhrenentzündung.

Falls der Schließmuskel jedoch geschwächt oder defekt ist, entsteht ein Rückfluss (Reflux). Der aufsteigende Magensaft reizt dann die Schleimhaut. Das Ergebnis: Der Hund hat Sodbrennen.

Eine Schleimhautreizung ist für Hunde sehr unangenehm bis schmerzhaft. Auf Dauer kann überschüssige Magensäure in der Speiseröhre zu weiteren Beschwerden führen (z. B. eine Speiseröhrenentzündung).

Sodbrennen beim Hund: Welche Symptome gibt es?

Wie äußert sich Sodbrennen beim Hund? Das ist gar nicht so einfach zu beantworten. Denn die Symptome sind sehr vielfältig und folgen meistens keinem bestimmten Muster.

Beschwerden können direkt nach der Nahrungsaufnahme auftreten. Sie können aber auch erst mehrere Stunden nach den Mahlzeiten bemerkbar werden. Viele Vierbeiner werden, ganz besonders während der Nacht, von Sodbrennen geplagt.

Als fürsorglicher Hundebesitzer solltest du stets achtsam sein. Nur so stellst du sicher, dass dir keine Symptome entgehen, die auf Sodbrennen beim Hund hindeuten könnten. 

Sodbrennen beim Hund: Welche Symptome gibt es?

  • Bauchschmerzen
  • Erhöhter Durst
  • Häufiges Fressen von Gras
  • Wiederholter Schluckauf
  • Schluckbeschwerden
  • Übermäßiges Schlecken, Schmatzen und Speicheln
  • Verdauungsprobleme
  • Nahrungsverweigerung
  • Husten

Wie verhält sich ein Hund bei akutem Sodbrennen?

Ein Hund mit Sodbrennen zeigt seine Symptome anders, als es ein Mensch tun würde. Dass dein Hund unter Sodbrennen leidet, erkennst du an verändertem Verhalten. Häufige Anzeichen für Sodbrennen sind zum Beispiel Bauchschmerzen, erhöhter Durst, Husten, Schluckbeschwerden und übermäßiges Speicheln. Möglicherweise verhält sich dein vierbeiniger Freund eigenartig. Er möchte nicht mehr spielen, Gassi gehen oder fressen.

Welche Hausmittel kann ich gegen Sodbrennen bei meinem Hund anwenden?

Natürlich möchte man in so einem Fall dem Hund schnell helfen. Glücklicherweise gibt es einige wirksame Hausmittel die schnell helfen, die unangenehmen Symptome zu lindern. Dazu gehört das Verabreichen von Joghurt ohne Zusätze, Kartoffelsaft, Karottensaft, Heilerde, Ulmenrindenpulver und viel Wasser. Unbehandeltes Sodbrennen kann zu ernsthaften Folgen für das Tier führen. Leidet dein Hund unter chronischem Sodbrennen, ist ein Besuch beim Tierarzt unumgänglich. Der Tierarzt verschreibt dem Hund dann oft ein Mittel gegen Sodbrennen.

Hausmittel gegen Sodbrennen
beim Hund

Folgende Hausmittel können bei Sodbrennen Linderung verschaffen:

Wie kann man Sodbrennen beim Hund vorbeugen?

Vorbeugend hilft eine richtige Fütterung ohne Stress. Auch mehrere kleine, leicht verdauliche Mahlzeiten können die Entstehung von Sodbrennen verhindern. Wenn du weißt, welche Faktoren bei deinem Tier Sodbrennen verursachen, kannst du diese schlicht vermeiden. Sei es Trockenfutter, BARF oder Nassfutter, du solltest deinen Hund bei jeder Futterumstellung gut im Auge behalten, um zu sehen, ob er sich wohlfühlt. Denke hierbei auch daran, die Leckerlies oder den liebsten Barf Snack zu berücksichtigen. Wichtig ist, die Ursache für das Sodbrennen zu erkennen und künftig zu vermeiden. Denn auch bei Tieren gilt: Jeder und jede ist anders. Das bedeutet, nicht jedes Futter oder der kleinste Stress muss bei deinem Hund Reflux auslösen. Achte deswegen auch in stressigen Situationen genau auf deinen vierbeinigen Freund und sein Verhalten.

Wenn Sodbrennen beim Hund unbehandelt bleibt

Zwar ist es meist harmlos, wenn Sodbrennen entsteht, kann aber einige schwere Konsequenzen nach sich ziehen, wenn Sodbrennen bei deinem Hund nicht behandelt wird. Wenn dein Hund regelmäßig Symptome zeigt, die auf Sodbrennen hinweisen, solltest du diese daher nicht nur erkennen und behandeln, sondern auch dringend einen Tierarzt zu Rate ziehen.

Welche Folgeschäden kann anhaltendes Sodbrennen verursachen?

Da die Magensäure beim Sodbrennen zurück in die Speiseröhre des Hundes fließt, kann diese sich entzünden. In der Folge können die Tiere unter Umständen sogar Magengeschwüre und Tumore entwickeln. Aber auch die Atemwege können durch die starke Belastung der aufsteigenden Magensäure in Mitleidenschaft gezogen werden.

Das richtige Medikament für deinen Hund finden

Damit es nicht dazu kommt, kann der Tierarzt ein passendes Medikament verschreiben, das dem Hund bei Sodbrennen hilft Je nach Ursache verschreibt der Tierarzt Medikamente gegen das Sodbrennen. Das kann zum Beispiel ein Antibiotikum oder ein Mittel zur Neutralisierung der Magensäure sein. Wichtig ist, dass der Hund behandelt wird.

Fazit - Sodbrennen bei Hunden kann schnell gelindert werden 

Wenn du deinen Hund gut beobachtest, wirst du die Ursache vom Sodbrennen schnell erkennen und den Ursprung meiden können. Entsteht doch einmal Sodbrennen, versuche mit den leicht zugänglichen Hausmitteln die Beschwerden zu lindern. Auch wenn Sodbrennen meist harmlos ist, bedenke: Sollte dein Hund häufiger darunter leiden, ist es immer ratsam die Situation tierärztlich abklären zu lassen.

Grundsätzlich sollte sichergestellt werden, dass der Hund mit gesundem und gut verträglichem Futter versorgt wird. Eine biologisch artgerechte Rohfütterung ist dafür bestens geeignet. Das Barf-Box Premiumfutter kannst du dir schnell und einfach nach Hause liefern lassen.

Abwechslungsreich und
individuell Barfen

Mit unseren Barf-Boxen

Zu den Barf-Boxen

Newsletter abonnieren und Vorteile sichern

Abonniere unseren Newsletter und erhalte exklusive Rabatte, aktuelle Informationen zu Aktionen und Neuigkeiten.